nachdem ich mich vor kurzem schon mal im Groben hier mit meiner erweiterten Entscheidungsfindung vorgestellt habe Noch eine Neuvorstellung... - RC-Heli Community folgt nun der kurze Bericht meines allerersten richtigen Helifluges mit einem Trex 550 und Fluglehrer. Ach ja - hatte ich im ersten Thread vergessen zu erwähnen: Ich bin der Ulf, Baujahr 68 und wohne im schönen Taunus in direkter Nähe zum großen Feldberg.
Um es vorweg zu nehmen: es war einfach nur geil! Nachdem der erste Erstflug vor einer Woche wegen ungünstiger Wetterbedingungen verschoben wurde (Wind und Gewitter) ging es gestern trotz heftigen Windes (immerhin kein Gewitter) dann endlich los. Auf dem Weg nach Nieder-Eschbach stieg dann auch schon mein Puls in bedrohliche Höhen, als ich die Bäume und Zweige mächtig im Wind schaukeln sah. Aber egal - irgendwann muss man ja anfangen und das Fliegen mit Wind habe ich ja schließlich im Sim auch schon bis zum Erbrechen geübt. Und zudem kann ja mein Lehrer im Zweifelsfall übernehmen...
Auf dem Flugplatz angekommen war bereits ein Pilot mit seinem 500er in der Luft - ansonsten war es noch ziemlich ruhig. Also erstmal die Hubis ausgepackt, wobei mein 550er nur zum prüfen der Einstellungen und zum Einfliegen dabei war. Der Lehrer-Schüler-Unterricht sollte dann auf einem baugleichen 550er erfolgen. Und siehe da - auf dem Flugfeld wirkten die Rexe gar nicht mehr so groß wie auf der heimischen Werkbank
Ein kurzes Briefing (Wie lange und was schon im Sim geübt? Wo fliegen wir? Was machen wir gleich? u.s.w) und schon ging es los......kurzer Check der Funktionen und dann hat mir mein "Master" den Heli in ein paar Metern Höhe schön vor die Nase gestellt. Jetzt war mein Puls ungefähr bei 200 - dann die Magischen Worte "drei, zwei, eins... deins!" Und dann bin ich geflogen - ganz einfach so - genau wie im Sim. Schön geschwebt ein bisschen den Heli, seine Reaktionen und den Wind kennengelernt - und wieder geschwebt. Erstaunlicherweise war ich plötzlich ziemlich ruhig, was warscheinlich auch damit zusammenhängt, das der 550er erstens wirklich satt in der Luft liegt und zweitens das Flugverhalten dem Sim doch sehr nahe kam.
Das da jemand als "Backup" neben mir steht hatte ich fast vergessen - bis nach 1-2 Minuten Schweben die Frage meines Fluglehrers kam, ob ich nicht mal was anderes als Schweben machen wollte - das könnte ich ja schon ziemlich gut und wäre auf Dauer ja langweilig. Also sollte ich eine gedachte Linie von links nach rechts vor uns fliegen und dann drehen und zurück. Ich dachte kurz "uiuiuiuiui" habs dann aber einfach so gemacht wie im Phoenix und war kurz darauf wieder vor uns am Schweben. "Coool" dachte ich - aber mein Lehrer meinte das das ja keine schöne Kurve war, das sollten wir doch mal üben. Mein Einwand das von einer "Kurve" ja keine Rede war, sondern ich nur einfach drehen wollte wurde übergangen und schon ging es zu den ersten Kurvenübungen - immer noch mir dem ersten Akku! Dieser neigte sich dann aber doch bald zum Ende und so wurde mir der Heli nach 3-4 (noch etwas eierigen) Kurven zum Landen wieder abgenommen.
Uff - kurz durchschnaufen und was trinken. Dann: Lagebesprechung. Wie es denn für mich war, ob ich gleich weiter machen wolle, und und und... Klar wollte ich. Also hieß es weiter "Kurven üben". Das war am Anfang noch recht schwammig, wurde dann aber immer besser. Am Schluss hatte ich dann meine Lieblingskurven (links) und diejenigen, die noch nicht so wollten wie ich (rechts) und bin fleißig ein paar Achten geflogen - für Außenstehende vielleicht nichts dolles aber für mich war es einfach fantastisch.
Im Großen und Ganzen war ich also nach drei Akkus ziemlich zufrieden und habe es für den ersten Tag dabei belassen - man soll ja auch immer mit einem Erfolgserlebnis aufhören und es nicht übertreiben (auch wennes schwer fällt).
Fazit: das war ein wirklich tolles Erlebnis und ich bin froh das ich den etwas längeren Umweg über den Simulator (ca. 2 Monate) und die Lehrer-Schüler-Methode gegangen bin. Alleine die Tatsache das ich schon richtige Kurven fliegen konnte und der Lehrer nur einmal eingegriffen hat (er fand das ich etwas zu schnell zu nah am Boden geflogen bin
) hat mich letztendlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause fahren lassen...Ach so: meinen 550er und die Funke hat er sich auch noch mal vorgenommen, noch ein paar Einstellungen korrigiert und ihn dann kurz fliegen lassen. Leider haben wir das Heck nicht ganz ruhig bekommen (Zittern) obwohl er mit dem Gyro bis auf 20% runter ist. Liegt warscheinlich daran das ich die Heckrotorblatthalter "out of the box" montiert habe und sie nicht nochmal auseinandergenommen, gefettet und dann richtig montiert habe...

Das habe ich heute noch gemacht und jetzt freue ich mich schon wie Bolle auf die nächsten Flugstunden. Ich habe vor noch so 6-9 Akkus mit dem Lehrer zu verbraten (Starten und Landen üben, Schweben und Kurvenfliegen) und mich dann irgendwann auch mal alleine "ins Gelände" zu wagen. Bin schon gespannt wie es weiter geht...

Spreche aus Erfahrung 
Schweben lernen mit 24 Akkus jeden Tag .
Kommentar