ich dachte, ich schreibe mal meine Erfahrungen als Heli-Einsteiger nieder. Einerseits weil sich meine Erfahrungen mit so manchem hier decken, mit vielem aber auch nicht. Und auch damit vielleicht andere davon profitieren können.
Mein Einstieg in den Heli-Bereich liegt jetzt nicht lange zurück. Bevor ich mir den ersten Heli gekauft habe, habe ich viel hier im Forum gelesen und auch meine Einkaufsliste von Euch "checken" lassen. (http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=179666)
Schlußendlich wurden es folgende Dinge:
T-Rex 550 mit Paddelstange
Phönix Ice 100
Futaba T8FG
Graupner Ultramat 18 (& zusätzlich noch ein Schlatnetzteil)
Phönix Sim
Nun, wie ist es mir bisher ergangen mit den einzelnen Teilen:
Zum T-Rex 550 E Sup. Combo:
Der Aufbau des T-Rex ging sehr leicht von der Hand. Mit Hilfe des einen oder anderen Videos von Heli-Ernst und der Anleitung war das überhaupt kein Problem für mich. Hätte ich eigentlich anders erwartet, da hier oft zu lesen ist, daß das für Anfänger ohne Hilfe eines erfahrenen Piloten sehr schwer sei. Diese Einschätzung kann ich überhaupt nicht teilen. Ganz im Gegenteil, ich hätte gerne länger daran gebastelt da es mir sehr viel Spaß gemacht hat aber der Heli war irgendwie ruck-zuck aufgebaut. Und das, obwohl ich extrem sorgfältig dabei vorgegangen bin.
Bei der Einstellung der Taumelscheibe, 0° Pitch war dann ein erfahrenerer Heli-Pilot dabei. Die Einstellung haben wir mit einer Taumelscheibenlehre gemacht und auch das war keine große Hexerei. Das gemeinsame basteln macht natürlich viel Spaß aber es wäre jetzt keine große Hexerei gewesen wenn ich dazu niemanden an meiner Seite gehabt hätte.
Das Wuchten der Rotorblätter ist ansich keine große Sache. Die meisten Schwierigkeiten bereiteten mir als Anfänger die unterschiedlichsten Meinungen dazu im Forum. Viele schreiben, das ist unnötig, sie fliegen alle so wie sie aus der Schachtel kommen. Andere wiederum finden es sehr wichtig. Dann, wenn man genauer liest, liest man die verschiedensten Wege wie das Wuchten zu tun ist und diese Widersprechen sich zu 100%. Der eine meint so machen und der andere genau so nicht machen.
Was jetzt noch fehlt am 550er ist die saubere Kabelverlegung und das einlernen des Phönix ICE. Das hat sich etwas verschoben weil die Akkus von Hobbyking (Turnigy 6S 5000 30C) eine ziemliche Lieferzeit hatten bedingt durch das Chinesische Neujahr. Dazu werde ich dann später berichten wenn es soweit ist.
Zur Futaba T8FG
Die meisten "Schwierigkeiten" bzw. "Herausforderungen" stellt eigentlich die Fernsteuerung an mich. Und da nicht die eigentliche Bedienung oder Programmierung, die hat man schnell durchschaut und man kommt damit sehr schnell zurecht. Auch die SD Karte wurde auf anhieb erkannt und das upgrade ging ohne Auffälligkeiten über die Bühne.
Allerdings ist die Anleitung - wenn man ein Anfänger ist und mit den einzelnen Begriffen nicht so vertraut - sehr dürftig. Es ist zwar alles beschrieben aber leider kaum Hinweise warum man was wo einstellt.
Das waren so Fragen wie: "Wie begrenze ich den maximalen Pitch?" Wie stelle ich zyklischen Pitch ein?" Vor allem, weil hier ja viele Wege nach Rom führen aber nicht unbedingt alle gleich gut sind. (Man kann ja z. Bsp. die Pitchkurve programmieren oder man könnte auch den Weg der Servos begrenzen) Hier hat mir neben diesem Forum auch das Futaba-Forum sehr gut weitergeholfen. Und das, obwohl ich dort nur passiv mitgelesen habe.
Zum Graupner Ladegerät:
Ist einfach zu bedienen und bisher sind keine besonderen Dinge oder Fragen aufgetaucht. Mal sehen, vielleicht kommt das ja noch.
Zum Phönix Sim
Mir steht hier nur mein Laptop zur Verfügung. Trotzdem verlief die Installation reibungslos, die Geschwindigkeit paßt. Auch die Anbindung der T8FG ging einfach und war schnell kalibriert.
Nachdem alles installiert war kam natürlich gleich der Versuch einen Heli schweben zu lassen. Und da eine gewisse Ernüchterung. Mir schoß der Gedanke durch den Kopf: das lerne ich nie! Der Heli im Sim haute sehr schnell ab und war dann so weit weg das ich keine Chance mehr hatte am Monitor die Fluglage zu erkennen.
Inzwischen funktioniert das Schweben aber schon recht passabel. Gut geholfen haben da die Trainingsprogramme die der Simulator dabei bietet. Allerdings empfinde ich das Schweben unheimlich fad am Simulator. Da ist das "Ballonstechen" eine willkommene Abwechslung und schult auch imho sehr gut.
Fazit bisher:
Noch war der Heli ja nicht in der Luft und wenn ich lese was da noch alles nicht passen könnte (Heck steht nicht still, Vibrationen, Gyro bekommt man nicht eingestellt, etc, etc) habe ich vor dem Jungfernflug schon ziemlichen Respekt. Ich habe mir auf jeden Fall einen Hula-Hup-Reifen zugelegt den ich unter den Heli spannen werde für die ersten Versuche.
Einen CP-Heli aufzubauen und einzustellen bringt man aber auch sehr gut als Einsteiger alleine zusammen wenn man sich mit der Materie intensiv beschäftigt. So ein Mysterium oder so eine riesen Herausforderung wie man den Eindruck bei manchen Beiträgen bekommt, ist das auch nicht und es ist auch sehr gut alleine zu bewältigen.
Liebe Grüße
Ernst




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