Mein Einstieg und Vorstellung

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  • humai
    humai

    #1

    Mein Einstieg und Vorstellung

    Nachdem ich hier schon einige Zeit dabei bin möcht ich auch mal kurz mitteilen, wie ich eingestiegen bin und wo ich stehe.

    Ich hatte quasi keine Vorkenntnisse aus Flächenflug oder sonstigem (RC Car vor>20 Jahren ist ja nicht relevant). Dann hatte ich mir etwa im Juni mal einen RTF Brushless 3D Flächenflieger gekauft und war damit hoffnungslos überfordert. Viel zu schnell, nach Absturz sofort div. Brüche, nur mäßig reparabel etc...
    Nach kurzem Frust hatte ich dennoch nicht das Interesse verloren und liebäugelte ja schon länger mit einem Heli-Versuch.
    Kommissar Zufall spielte mir ein Aktionsangebot - E-Flite Blade CP Pro 2 - in die Hand, dass ich dann recht schnell bestellte. Bis zur Lieferung setzte ich mich etwas intensiver mit Steuerung und Technik eines Heli außeinander.
    Aufgrund meiner Negativ-Erfahrung mit dem Flächenflieger orderte ich zusätzlich auch noch einen Sim (phoenix).

    Anfang Juli kam der Blade dann und ich konnte trotz noch ausstehender SIM-Lieferung nicht widerstehen, ihn mal in Betrieb zu nehmen.
    So kam es im freien, fast leeren 18 m² Zimmer mal zu ersten kleinen Hopsern, dann zu ersten kurzen Schwebeübungen, dann zu Schwebeflügen. Natürlich auch bald zu ersten Crashes mit dem Wäscheständer oder einer Pflanze im Raum
    Beim Blade noch nicht wirklich das große Problem in Punkto Sicherheit, klar, ins Auge möchte man den Rotor mit Sicherheit nicht, aber an sonstigen Körperstellen ist das Ding noch weitestgehend ungefährlich. Dennoch - Immer schön vorsichtig sein und nicht in zu kleinem geschlossenen Raum fliegen
    Ich ging auch mal raus, aber das kleine leichte Blade-Ding ist doch SEHR windanfällig und da kommt man nicht wirklich weiter.

    Nach jedem Crash war eine Ersatzteilbestellung fällig, nachdem die ziemlich teuer sind hab ich nicht auf Lager bestellt sonder mußte jedesmal warten. Das ging etwa 2-3 Bestellungen so, dann nervte es doch etwas. Dazu ging dann noch der Motor ein und der Plastikkopf hatte einfach zu viel Spiel, war schlecht zu steuern (soviel technisches Verständnis hab ich schon um das festzustellen). Meine Fortschritte blieben bis dahin mal nur beim Schweben, mehr ging mangels Platz im Raum und Wind draußen nicht.

    Aufgrund der Infos hier aus dem Forum entstand mehr und mehr der Wunsch, einen 450er zu haben, der würde doch wohl etwas leichter/besser für den Einstieg sein und bietet nach oben noch einiges mehr an Möglichkeiten.
    Also machte ich mich intensiv auf die Suche, welches wohl das richtige Modell für mich sei und kam nach einigen ßberlegungen zum Schluss - es wird ein 450er Clone.
    Also hab ich mir den günstigsten 450er Clone aus der Bucht gesucht, der aber Mindestanforderung Metallköpfe und Carbon-Chassis haben musste. Dazu die günstigsten Servos, Akkus, Gyro, Motor und Regler. Schließlich war ich schon etwas auf den Geschmack gekommen, wußte aber noch nicht, ob ich wirklich bei diesem Hobby bleiben wollte.. Das war etwa Ende Juli.

    Dann kam der 450er Clone, trotz aller Unkenrufe war ich von der Qualität positiv überrascht und hatte den Heli auch schnell zusammengebaut. Bzgl. Einstellungen hatte ich mich auch hier im Forum eingelesen und damit vertraut gemacht, dann kam der erste Einstellversuch - natürlich im Zimmer, wie ich es vom harmlosen Blade kannte.

    OHA - Respekt, der hört sich doch schon mal ganz anders an, viel mehr Power dahinter. Das erste Einstellen ging ganz gut, also ab ins Zimmer zum ersten Schwebeversuch (zu dem Zeitpunkt wußte ich es noch nicht besser). Da das Ding aber ziemlich agil war und im kleinen Raum nicht leicht auf der Stelle zu halten war hab ich's dann doch bleiben lassen, zu groß (zum Glück) der Respekt. Dann kamen erste Versuche draußen und siehe da, trotz leichter Brise ist das Ding doch recht stabil. Erste kurze Schwebeversuche, mehr war da noch nicht drin vom Können her.
    Dann kam es zu einem kleinen Zwischenfall - ich hatte bis dahin die Original-Fernbedienung vom Blade (so ein billig-6-CH-Ding, spektrum-dsm2-kompatibel) und dafür einen Empfänger (billigst) erworben. Das Ding einzustellen war nicht einfach bzw. der Sender nicht mal programmierbar, nur ein paar dip-schalter.
    Das hatte 2-3 Crashes beim fliegen zur Folge, da ich für den SIM andere DIP-Settings brauchte und vergas die wieder zurückzustellen..

    Allerdings hatte die Empfänger/Sender-Kombi offensichtlich noch ein weiteres Problem: er reagierte nicht immer gleich!
    Das wurde mir bei einem weiteren Einstellflug (Hatte das Heck etwas verändert und wollte das kurz drinnen testen) zum Verhängnis.
    Ich schaltete den Sender ein, steckte den Akku an, trotz -100 Pitch am Sender ging der Motor nach ein paar Sekunden voll los, das Ding stieg auf (offensichtlich hatten auch die Servos Pitch...) und ich konnte nur mehr schnell mit den Händen abwehren, um das Ding nicht ins Gesicht zu bekommen.
    Im Krankenhaus wurde die Haut (nur Epidermis) vom Mittelfinger wieder zum Finger geklammert und der Ringfinger (die abgelösten Hautschichten) wurde ordnungsgemäß wieder angenäht. Bruch oder gröbere Verletzung war's zum Glück nicht.
    Nacher hab ich mich hier im Forum auch etwas eingelesen, was Verletzungen betrifft - und hab inzwischen natürlich größten Respekt vor dem Ding.

    In weiterer Folge hab ich eine neue Fernbedienungsanlage bestellt, da ich der alten absolut nicht mehr traute. Da die Lieferung etwas länger dauerte hatte ich ausreichend Zeit den Heli wieder zu reparieren (1 Servo war danach hin, die Hauptrotorwelle und Rotorblätter, sonst nix).
    Etwa Ende August kam dann die neue FB (Turnigy 9x), die ich programmierte, sorgfältig testete/prüfte und dann einbaute.
    Dann kam es - mit gehörigem Respekt und natürlich NUR MEHR DRAUSSEN - zum ersten Einstellflug, der ging schon mal gut.
    Es folgten weitere Schwebeflüge, ich hatte täglich etwa 2-3 Akkuladungen (also je ca. 5 Min.) Zeit zu üben.
    Das Schweben wurde besser, auch leichtes Seitenschweben dabei, gelegentlich wenn ich etwas zu mutig war und mich zu weit hinauswagte setzte ich ihn unsanft in den Boden. Ich hatte doch einige Crashes, vor allem weil ich mir selbst mit zu wenig ßbung und Können zu viel abverlangte.

    Inzwischen kann ich seit diesem Wochenende erste Erfolge Richtung Rundflug verzeichnen, wobei es sich dabei noch nicht um wirklich sauberen Rundflug handelt sondern um Gehversuche in diese Richtung. Sprich ich fliege einen möglichst sauberen Bogen bis zur Seitenansicht, dann werde ich dzt. allerdings noch reichlich nervös und drehe dann möglichst schnell weiter bis zur Heckansicht...
    Die Nasenansicht liegt mir noch nicht so wirklich und in einigen zu übermütigen Versuchen hab ich mich natürlich auch schon ordentlich verknüppelt, sodass ich ihn am WE gleich 2x geerdet habe.
    Da aber die Ersatzteile inzwischen ausreichend vorrätig sind ist das nicht das große Problem

    In Anbetracht der Wartezeiten (div. Lieferungen, Wetter etc.) bin ich mit meinen Fortschritten relativ zufrieden. Ich bin wohl etwas zu ungeduldig und muss dafür entsprechend Lehrgeld zahlen.. naja.

    Inzwischen baue ich mir einen zweiten 450er (nochmal die gleiche Clone-Basis, ja ich bin damit absolut zufrieden) auf, den möchte ich nun mit besseren Komponenten bestücken und verwenden, wenn ich mal etwas mehr kann und die Steuerung etwas sicherer beherrsche.
    Den jetzigen 450er habe ich quasi "zum verheizen"

    Mein Fazit und persönliche Empfehlung:
    Den Blade CP hätte ich mir sparen können, der war nur ein Kostenfaktor, ich bin sicher das Schweben hätte ich mit dem 450er Clone draußen gleich leicht/leichter aber evtl. mit weniger Crashes erlernen können.

    Würde ich mit dem gleichen Wissen nochmal einsteigen, würde ich nochmal den 450er Clone mit den günstigsten Komponenten kaufen (ca. 110,-- Euro inkl. Lieferung, Zoll entfällt aufgrund Freibetragsgrenze und Teillieferungen) + Fernbedienung (je nach Geschmack, ich bin mit der Turnigy 9x um ca. 70,-- absolut zufrieden). Das ist für den Einstieg ein sicher sinnvolles Ding mit viel Potential.

    Kann gut sein, dass ich später mal nichts mehr vom Clone halte und sowieso ein anderes/größeres Modell möchte. Aber dann bin ich schon so tief in der Heli-Sucht, dass eine Heilung aussichtslos scheint. Der Suchtfaktor ist bereits jetzt stark ausgeprägt

    Ich schreib das weil es dem einen oder anderen Einsteiger vielleicht helfen könnte, ich hatte beim ewig nur Heckschweben auch öfter das Gefühl ich werd's wohl nie weiter schaffen. Aber es geht weiter, nur Mut
  • wanderfalke
    wanderfalke

    #2
    AW: Mein Einstieg und Vorstellung

    tach,

    und von mir ein herzliches

    Wer trotz Krankenhaus von diesen Dingern nicht lassen kann, bei dem ist Hopfen und Malz eh schon verloren. Also um es mit Reinald Grebe zu sagen: "Wenn die Liebe geht, die Hobbies bleiben"!

    Gruß
    Markus

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    • humai
      humai

      #3
      AW: Mein Einstieg und Vorstellung

      Der Heli kann ja nix für das technische Sender/Empfänger-Problem.

      Und ich hab gelernt daraus. Hab grad einen Thread gelesen mit Link auf YouTube, wo jemand einen 700er im Wohnzimmer hochlaufen lässt...

      Aber keine Frage, bin schon tief drin im Sucht-Sumpf

      Kommentar

      • phiphi
        Senior Member
        • 01.12.2009
        • 3974
        • Philipp
        • Beromünster ( LU ) CH

        #4
        AW: Mein Einstieg und Vorstellung

        Hallo

        Schöner Text - ich erkenn mich irgendwie wieder

        Mit dem 450er hattest du aber Schwein - das hätte ins Auge gehen können ( Wortwörtlich )

        Bin auch erst ein halbes Jahr mit einem Honey Bee King 2 + Originalfunke rumgeschwebt. Ausser Reaktion nix gelernt - das alles noch ohne Sim.

        Dann an einem Flugtag einen 50er Verbrenner probegeschwebt ( ich sagte meiner Holden davor noch: "Das ist ein Fehler, ich kenn mich - ich muss danach einen haben "
        Das Schweben klappte auf Anhieb ( der liegt wie ein Bus in der Luft )

        Danach folgte was folgen musste:

        - Sim zugelegt
        - SDX50 zugelegt
        - T8 FG zugelegt
        - damit richtig fliegen ( Rundflug ) gelernt
        - Angefangen Kunstflug zu üben, dann gemerkt das die Dollarzeichen die mitfliegen mich zu stark blokieren.
        - Trex 500 Clone gekauft
        - damit Kunstflug und 3d Trainiert

        Nächste oder übernächste Woche wird der SDX auf 3d Pitchkurve umgestellt - das wird spassig

        Inzwischen flieg ich meinen "billig" Honey Bee King 2 wieder, und kann ich ihn auch beherschen. Für Kunstflug ist er nicht so geeignet - zu Schwach - zu leicht.

        Wünsch dir weiter viel Spass am coolsten Hobby der Welt
        Grx Phi

        Ich wäre lieber am fliegen...

        Kommentar

        • humai
          humai

          #5
          AW: Mein Einstieg und Vorstellung

          Hi Leute!

          Ich bin nun schon eine Weile hier und diesem schönen Hobby schon längst verfallen. Nicht so, dass ich kaum einen Tag ohne zu fliegen aushalte - ich bin ansonsten doch ziemlich gut ausgelastet - aber ich nehme mir gerne die Zeit mal zu fliegen.

          Ich wollte meine persönlichen Erfahrungen mit dem Einstieg und erlernen des Heli-Fliegens und meinen Weg hier einfach mal weiterführen und noch einige Gedanken hier anbringen, die vielleicht den einen oder anderen interessieren.

          Wie oben schon geschrieben hab ich nach Erstversuchen mit einem RTF-Plastikmodell relativ schnell die Welt der Clone für mich entdeckt.
          Für mich waren die wesentlichsten Kriterien dabei:
          - Die Kosten für Reparaturen sollen möglichst gering sein
          - 450er Größe und Rex als ziemlich gute Referenz, daher Clones dieses Modells
          - Komplexität der Technik egal
          - Fertigungsgenauigkeit/Qualität nur insoweit wichtig, dass das Modell sinnvoll zu fliegen und daran zu basteln ist.
          - Die Kosten möglichst gering ;-)

          Ich habe inzwischen schon 5 Clone gekauft (3x 450 V2, 2x 450 Pro) und bin mit der Qualität absolut zufrieden.
          Mein Tipp an dieser Stelle für evtl. Einsteiger, die nicht zu viel Investieren wollen:
          Um dzt. ca. 40,-- Euro (!!) inkl. Lieferung bekommt man einen wirklich guten 450 Pro Clone mit Alu-Kopf und Heck, Carbon-Chassis, Alu Lagerbock und Heckrohr etc. komplett.
          Dazu noch Clone-Hauben mit unterschiedlichsten Designs und CFK-Blätter.

          Ich weiss, es gibt viele, sehr viele, die behaupten Clones sind Schrott. Evtl. schon selbst schlechte Erfahrungen gemacht etc.
          Ich kann das so nicht bestätigen. Der Gründe, warum ich so viele Clones erworben hab sind,
          - weil ich wirklich UNZßHLIGE Crashes hinter mir habe, ich habe schon locker um die 20 Rotorwellen verschlissen ;-), gerade zu Beginn wollte ich immer einen Zweit-Heli, der funktionsfähig ist, wenn der Erste gerade wieder mal repariert werden muss.
          - weil ich bei einem Crash mit div. defekten Teilen am Hauptrotor (z.b. Kugelkopf vom Blatthalter abgebrochen und Gewinde ist aus dem Blatthalter nicht herauszubekommen) statt einem neuen Rotorkopf oder Blatthaltern um nur wenige Euro gleich einen ganzen Clone mit mehreren Ersatzteilen kaufe ;-)

          Warum ich so viele Crashes hatte (Tendenz fallend, kommt aber immer noch vor ;-) ist auch ganz einfach: Ich wage mich immer wieder weit über mein Können hinaus und versuche Dinge, die ich definitiv noch nicht kann.
          Und oft kommt es auch vor, dass ich die Lage nicht mehr richtig erkenne (mangels Erfahrung, wie der Heli steht) und bis ich sie dann erkenne nicht mehr rechtzeitig und noch nicht richtig reagieren kann.

          Beim Crash sind meistens Hauptrotorwelle, Blattlagerwelle hin, evtl. auch Rotorblätter und Heckrohr, selten mal auch die Heckrotorwelle, erst einmal ein Heckrotorblatt, gelegentlich auch die Haube.
          Damit ist in ca. 1/2 Stunde bis Stunde der Heli wieder hergestellt und flugfertig.
          Auch die Kosten halten sich mit ca. 1,-- Euro für HRW + 1,-- Euro für Blattlagerwelle, ca. 3,-- für Blätter in gut aushaltbaren Grenzen.
          Ich fliege auch nicht wirklich allzu oft, meist kam ich nur Wochenends bei Schönwetter zu 1-2 Flügen.
          Probleme mit der Lageerkennung oft auch, wenn ich bei Nebel oder in der Dämmerung geflogen bin. Der 450er ist halt doch relativ klein und wenn er etwas entfernt ist nur mehr ein Besenstiel ;-)

          Bei der E-Ausstattung habe ich nach einigen Billigst-ESC, die schnell abgebrannt sind nun auf 40A-ESC von Aeolian gesetzt, hier hatte ich noch keinerlei Probleme und mit ca. 20,-- Euro sind die echt OK. Beim Gyro habe ich 3 unterschiedliche Modelle im Einsatz: KDS800, GY401 und einen HK, preislich zwischen 15 und 20,-- Euro, bin mit allen eigentlich ganz zufrieden, ein GY401 hat seinen Dienst nach wenigen Flügen quittiert, den bekam ich aber sogar auf Garantie ersetzt. (Sind also auch Billig-Clone, bis auf minimale Temperaturdrifts aber bisher problemlos).
          Bei Servos setze ich inzwischen auf MG90s, die gute Stellzeiten haben und ausreichend Kraft und halten erstaunlich gut, die haben inzwischen mehrere auch schon wirklich gröbere Crashes überstanden. Bei ca. 20,-- Euro für 4 Stück wirklich toll.
          Als Motor hab ich 3 Varianten, 1x 4000rpm Billig-NoName, 1x 4000rpm Aeolian (der aber baugleich mit ersterem scheint) und 1x 3800 rpm Billig-Noname, mit keinem davon habe ich irgendwelche Probleme, die Kosten liegen bei ca. 10-15,-- Euro, also auch kein Thema, falls mal einer hopps geht.
          Als Fernbedienung hab ich (siehe mein Einstieg oben) eine Turnigy 9x und 3 Empfänger, ich bin damit absolut zufrieden. Toll zu programmieren, flexibel und ich kann alles damit machen, was ich brauche. Und das für den Preis - absolute Kaufempfehlung.
          Ich habe die Empfänger aus Gewichtsgründen aus dem Gehäuse ausgebaut und damit auch keine Probleme.

          Wenn man als Einsteiger von Null startet und möglichst kostengünstig aber doch einigermaßen sinnvoll in das Thema einsteigen möchte kommt man mit ca. 170-200,-- Euro für eine komplette Ausstattung weg.

          Erst 3 Crashes waren aus einem technischen Defekt begründet. Unkenrufen zum Trotz aber nicht mangels Qualität sondern mangels Kontrolle und Sorgfalt meinerseits ;-)
          1x hatte ich beim Heckrotor einen Blatthalter nicht kontrolliert, hier hatte sich die Schraube gelöst, der Blatthalter hat sich im Flug vertschüsst und ...
          2x haben sich nach mehreren Flügen die Madenschrauben der Paddelstange etwas gelockert, im Flug dann die Paddelstange verschoben, was zu einer "leichten" Unwucht und etwas problematischen Steuerung führte... ;-)

          Soviel auch aus meiner Sicht zum Thema Clone, ich finde das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut und die gerade für Einsteiger nur empfehlen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man nur minimale Unterschiede zum Original merkt oder die das Flugverhalten massiv beeinflussen.
          Materialfehler oder schlechte Qualität waren bei mir bisher für keinen Crash die Ursache.
          Natürlich ist das nie ausgeschlossen, aber bei den Reparaturkosten ist das auch schnell relativiert.

          Ich habe mir schon ziemlich zu Beginn einen Schraubenkoffer zugelegt, in dem ich alle ERsatzteile toll sortiert und ordentlich aufbewahren kann. Ich habe ein umfangreiches Lager mit allem nötigen (Heckrohr, Rotorblätter, Schrauben, Servos, div. Lagerwellen, etc.) und unnötigen (Hauptgetriebe, Freilauf, Paddelstangen etc - sind mir noch nie eingegangen), sodass ich nach einem Crash eigentlich immer alles vorrätig habe um den Heli sofort wieder fit zu machen.

          Ich habe das Forum immer wieder verfolgt und hier schon viele gute Tipps und Anregungen von euch bekommen, die ich dann ganz gut verwerten konnte. Ich habe hier u.a. auch gelesen, wie (wenig) oft einige andere hier so im Schnitt crashen, da liege ich sicher deutlich über dem Schnitt. Ich hab mir gelegentlich auch schon gedacht ob ich wohl zu dämlich zum fliegen bin, weil ich so oft erde und hatte auch dann und wann mal den Eindruck, dass nichts weitergeht und ich nicht weiterkomme. Am Sim fliege ich so gut wie gar nicht, das langweilt mich irgendwie und ich kann mich nicht dazu überwinden. Natürlich war insbesondere nach den unzähligen Crashes beim Einstieg der Respekt groß und auch eine riesige Hemmschwelle vorhanden, den Heli immer wieder zu starten und doch oft in den Sand zu setzen. Ich bin einfach ein sehr ungeduldiger Mensch. Aber auch beharrlich und darum hab ich nicht aufgegeben.
          Beim Rundflug den ich in obigem Post beschrieben hatte, war meine Angst vorm Heli und einem Verknüppeln mit Sicherheit weit größer als die Kontrolle, die ich über den Heli hatte, aber ich habs versucht und immer wieder gemacht und mich immer weiter gewagt.

          Inzwischen ist 8er-fliegen, Rundflug und auch Nasenschweben (zur Sicherheit noch in etwas größerer Entfernung) kein Problem mehr, Auch Looping und Rollen bekomme ich schon hin.
          Noch nicht ganz sauber und rund, da muss ich noch einiges üben. Aber ich sehe, dass es doch weitergeht und ich nicht zu dämlich sondern nur zu ungeduldig bin und gern mal über's Ziel hinausschieße.
          Die Crash-Frequenz hat natürlich schon deutlich abgenommen. Nur aus Schusselei (z.b. an der Fernbedienung vergessen, das richtige Modell zu wählen) oder mangels Lageerkennung, weil ich zu weit weg wieder mal zu viel von mir abverlange, was ich noch nicht beherrsche kommt es dann und wann mal zum Crash.

          Unterm Strich kann ich sagen...
          ....dass ich mir mit mehr Geduld und Sorgfalt natürlich viel Geld erspart hätte. Letztlich macht mir aber auch das Schrauben am Heli immer wieder Spass. Das meiste Geld hätte ich mir wohl erspart, wenn ich vor'm Einstieg eine bessere Orientierung gehabt hätte.
          ....dass das Hobby absolut Spass macht und man mit Clones für den Einstieg jedenfalls auch gut bedient ist
          ....dass ich mir durchaus auch überlege, evtl. später mal auch ein größeres Modell, z.b. 600er Klasse zuzulegen, ob ich auch hier auf Clones setze oder mich eher an das Original halte wird sich erst zeigen, wenn ich beginne mich damit zu beschäftigen, hier bekommt Qualität sicherlich etwas mehr Stellenwert.

          Ergänzung: Sollte jemand Interesse an konkreten Links zu meinen Ausstattungen und Quellen haben kann er/sie mich gerne per PN kontaktieren.

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