Warum nicht mental im Kopf weiter ueben? Kurz vor dem Einschlafen noch mal kurz das Nasenschweben durchgehen, was tun wenn ...
Angefangen bei der Ueberlegung "warum springt auf einmal scheinbar mein Blick um, mein Bezug? Warum scheint auf einmal alles spiegelbildlich zu sein? Warum steuere ich in die falsche Richtung?"
Wie das vermeiden?
Das führte dann zu etlichen Ueberlegungen, Vorstellungen, angefangen bei:
man stelle sich Uhren an den drei Achsen des Helis vor, wie die Zeiger sich bewegen würden, wenn ich die Knüppel bewege.
Die Uhren sollten gedanklich durchsichtig sein, eine Glasscheibe, sodass ich Zahlen und Zeiger immer sehen kann, von beiden Seiten.
Es wird dann einiges klar: es dreht sich gar nichts um !
Uhrzeigersinn bleibt Uhrzeigersinn, nur, dass ich die Uhr dann von hinten hindurch sehe! ßber etliche Zwischenschritte bin ich dann zu folgendem Modell gekommen, welches mir sehr gut hilft und einen erheblichen Schub beim ßben gebracht hat:
Es genügen zwei Punkte am Heli, um dessen Bewegung korrekt beurteilen zu können.
Natürlich die Nase, die man auch auf den Rotorkreis übertragen kann.
(meine) Regel:
- Man suche sich einen festen Punkt am Rotorkeis, bei mir links, 90 grad zurück von der Nase aus.
- Diesen Punkt nun immer fest verfolgen, zu keinem anderen wechseln.
Wenn ich also dieses Viertelkreisdreieck ("Tortenstück") verwende, weiss ich automatisch, wie der Heli liegt, was ich machen muss.

Genauer:
Man stelle sich die Uhren vor (im Heckschweben):
- der Gier-Kreis (die echte Uhr waagerecht nach vorn geklappt), hat seine 9 links und die 12 an der Nase vorn.
- Der Roll-Kreis (wie die echte Uhr) mit der 9 ebenfalls links, waagerecht, identisch mit der anderen 9, die 12 ist oben.
- Den Nick-Kreis (in der Ebene des Heckrohrs) sieht man nur von der Stirnseite, jedoch stelle man sich, die 9 ist an der Nase, somit die 12 auch oben über der Hauptrotorwelle.
Die Knüppel bewegen dann den Heli in allen Richtungen im Uhrzeigersinn durch:
Gieren rechts, Rollen rechts, Nick ziehen.
(rechts ist also Uhrzeigersinn, Nick ziehen ist auch rechts von links gesehen)
Fliege ich nun vom Heckschweben ins Kofschweben durch eine Piruette, so ändert sich nichts, alles bleibt beim Uhrzeigersinn. Auch das Rollen: Rotor hängt links im Heckschweben, also mit Uhrzeigersinn von 9 auf 12 rollen. Das wird es zum Hängen rechts beim Nasenschweben. Es bleibt jedoch: von 9 auf 12 Rollen! (die Uhr sieht man jetzt von hinten hindurch)
Wenn man sich jetzt fest daran hält, diesen festen Punkt auf dem Rotorkeis, mit der 9, immer zu verfolgen, dann weiss man automatisch, dass dieser Punkt mit der 9 weiter mit Rollen rechts sich auf die 12 bewegen würde. Also: das Hängen rechts im Nasenschweben mit Rollen rechts ausgleichen, die Uhr weiterdrehen.
(die anfängliche Regel: "Nase -> hängt rechts -> auf hängende Seite rollen" behindert, weil es einen Umschaltpunkt im Kopf gibt! Beim Heckschweben ist es ja entgegengesetzt.)
Mit dem Gieren ebenso: Gieren von 9 auf 12 würde den Heli rechts herum drehen. Im Nasenschweben bleibt das: weiter die 9 auf die 12 drehen, die dann direkt vor mir steht, würde die Nase also weiter im Nasenschweben drehen, also nach links heraus drehen. Es bleibt immer noch im Uhrzeigersinn.
Das Nick scheint etwas leichter zu sein, deshalb hier nicht extra erwähnt.
Schlussfolgerung:
- Nicht wild am Heli hin und herschauen, zwei feste Punkte suchen, diese verfolgen und anhand dieser steuern.
- Das Heck bleibt ganz aussen vor, es hat gar keine Bedeutung. Die Nase schon.
- Man kann sich aussuchen, ob man statt der Nase ausschliesslich den Rotokreis verwendet (oder die Rotorachse), also den Nasenpunkt auf den Rotorkreis projeziert denkt.
- Dem festen Punkt folgen, die Reaktionsrichtung beibehalten, bezogen auf den Punkt
Genaugenommen ist scheinbar kaum noch ein Unterschied zur Fläche: stellt
man sich diese Punkte und deren Verbindungen als Dreicksflächen vor, kommt fast ein Flugzeug heraus: die linke Flächenhälfte und das Vorderteil mit dem Cockpit. Die Steuerung ist die gleiche.
Damit fällt mir das ßben erheblich leichter. Ich konnte schlagartig langsam drehen vom Heckschweben zur Nase, ohne dass ich umdenken musste oder aufgeregt war. Und er steht schon fast wie eine Eins. Es bleibt ja alles im richtigen Sinn, die Uhr geht weiter von 9 auf 12, egal von welcher Seite ich sie sehe.
"Immer schön auf die 9 achten und rechts gehts weiter auf die 12."
Viel Spass beim ßben



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