nach mehreren Nachfragen kommt jetzt endlich der erste Praxisbericht der neuen 1300er Konionzellen im großen Elektroheli.
Zum Einsatzgebiet:
Geflogen werden die Zellen in meinem Logo 14 als 8s3p. Der Logo wird mit symmetrischen 580iger GCT bzw. 564iger AirTec S-Schlagblättern geflogen. Nach nunmehr 28 Zyklen mit den neuen Zellen kann ich schon einen recht fundierten Bericht abgeben. Dazu gibt es wie gewohnt ein paar Diagramme aus praktischen Flügen zur Veranschaulichung. Geloggt werden die Daten mit dem EagleTree Micropower eLogger.
Zum Vergleich fliege ich derzeit noch 1600ter Koni als 8s3p und einen SLS4800.
Zur Behandlung:
Die Konis werden immer nur bis 4,15V pro Zelle geladen. Seit dem 23. Zyklus verwende ich auch den FastCharge- Modus des Pulsar und lade mit 5,8A (1,5C).
Die Akkus werden bei mir normalerweise erst dann geladen, wenn ich auch wirklich fliegen will; nach dem letzten Flug am Abend werden sie für gewöhlich mit dem Limiter des Pulsar nur auf ca. 3,8V/Zelle aufgeladen. Wenn ich mal zwei Wochen nicht zum Fliegen komme, lagern die Akkus nicht voll; das sollte die Lebensdauer verlängern. Vor allem bei -echten- LiPoly- Akkus wie den SLS achte ich sehr darauf; weil ich bei meinen bisherigen Lipos schon schlechte Erfahrungen gesammelt habe.
Zum Einsatz:
Meine Durchschnitts- Ströme liegen zwischen 18 und 29A. Die Spitzenströme liegen bei meiner Konfiguration (siehe Signatur) bei ca. 60A (Konion 1600) bis ca. 75A (Konion 1300, SLS4800). Mehr habe ich mit meinem Flugfähigkeiten und dem Setup beim besten Willen nicht aus dem Heli rausquetschen können. Das waren immerhin Spitzenleistungen bis zu 2.000Watt. Wobei diese wirklich nur provokativ erzeugt wurden (2...5sec Vollpitch bei ca. 1.900U/min), normale Spitzenströme liegen bei meinem Flugstil eher zwischen 30 und 40A, unabhängig vom Akkutyp.
Eine sehr erstaunliche Erfahrung durfte ich machen, als ich den Koni zu Zwecken der Kapazitätsbestimmung beim 21. Zyklus mal bis zum Abregeln leergeflogen habe. Zum einen hat er die Drehzahl bis fast zum Ende gehalten; dann ging es allerdings innerhalb einer halben Minute rapide bergab. Am meisten hat mich aber die entnommene (und nachgeladene) Kapazität beindruckt: 3984mAH (zur Erinnerung; der 3p- Koni hat 3900mAh Nennkapazität).
Bei allen Flügen war die 48°C höchste Temperatur, die ich bisher erreicht habe, selbst bei Außentemperaturen von 30°C. Wobei ich einen stärkeren Zusammenhang der Erwärmung mit der entladenen Kapazität als mit der Außentemperatur feststellen konnte.
Hier nun ein Diagramm vom 24. Flug. Bei knapp der halben Kapazität sieht man eine 54A-Spitze. Hier geht die Akkuspannung um 2,3V zurück; das entspricht ca. 0,29V pro Zelle (von 3,65V auf 3,36V). Zu sehen ist ein ßbersichtsdiagramm und zwei Zoomstufen des Peaks:



Interessant ist auch der Log des 4000mAh- Fluges. Man beachte die Stromspitzen
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Gruß, AndySeeon

. Würde denn der Jazz 80-6-18 einen 7S3P Konion 1300er pack mitmachen oder raucht der mir dann ab (Status: flotter Rundflug).

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