Inbusschraube: Zugfestigkeit Stahl - Edelstahl

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  • noch-ein-Günter
    noch-ein-Günter

    #1

    Inbusschraube: Zugfestigkeit Stahl - Edelstahl

    Hallo Leute,

    die Blattgriffe des HR meines 1.8m Helis sind mit je einer Inbusschraube M5x12 in der Festigkeit 12.8 mit dem HR-Zentralstück verschraubt.
    Da diese brünierten Schrauben zum Rosten neigen, würde ich sie gerne durch baugleiche Inbusschrauben aus Edelstahl ersetzen.

    Edelstahl ist mir als sehr zäher Werkstoff in Erinnerung.
    Schrauben gibt es (soweit mir bekannt) in 4.4, 8.8 und 12.8 Zugfestigkeit.

    Welche Zugfestigkeit wäre denn einer Edelstahlschraube zuzuordnen ?

    Gruss Günter
  • Rene D.
    Rene D.

    #2
    Re: Inbusschraube: Zugfestigkeit Stahl - Edelstahl

    Hi!


    Edelstahlschrauben gibt es auch in verschiedenen Festigkeitsklassen. Allerdings ist die Bezeichnung dort anders als bei normalen Stahlschrauben.
    ßber die Zugfestigkeit von Rost- und Säurebeständigen Schrauben gibt's bei Würth ganz nützliche Infos:

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    • reflexc1
      reflexc1

      #3
      Re: Inbusschraube: Zugfestigkeit Stahl - Edelstahl

      Hallo,

      im Kfz bereich sind Edelstahlschrauben für die Befestigung z.B. von Felgen verboten, da diese nicht so Formstabil sind und damit sich die Schrauben mit der Zeit lösen können. Die Belastung an den Rotorblättern ist eher eine Scherbelastung und die Schrauben sind typischerweise mit selbstsichernden Muttern versehen. Somit sollte das Problem des Kfzs nicht am Rotorkopf auftreten. SOLLTE - da ich aber andere negative Verhaltensweisen von Edelstahlschrauben nicht abschätzen kann würde ich auf keinen Fall die 12.8 Stahlschrauben tauschen. Das Risiko dass doch etwas passieren kann wäre mir zu groß.

      mfG
      reflexc1

      Kommentar

      • noch-ein-Günter
        noch-ein-Günter

        #4
        Re: Inbusschraube: Zugfestigkeit Stahl - Edelstahl

        Vielen Dank für die Infos.

        Nachdem ich die Info bei Würth studiert habe, habe ich auch mal bei wikipedia geschaut.
        Hier finde ich eine gute Aussage:

        Beim Ersetzen von Schrauben mit konventionellem Werkstoff durch Niro-Schrauben ist zu beachten, dass die Werkstoffkennwerte (Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Dehngrenze etc.) dieser Niro-Schrauben meist unter denen konventioneller Schrauben mit Festigkeitsklasse größer gleich 5.6 liegt. Ein einfaches Ersetzen nach dem 1:1-Prinzip ist gerade bei sicherheitsrelevanten Verbindungen genau zu prüfen.

        Damit verbietet sich ein Ersetzen der 12.8 Schraube !

        > Die Belastung an den Rotorblättern ist eher eine Scherbelastung und die Schrauben
        > sind typischerweise mit selbstsichernden Muttern versehen.
        Ich meinte nicht die Schraube, die das Rotorblatt hält, sondern die Schraube, die den ganzen Blattgriff incl. des Rotorblattes hält. Also geht es hier um eine reine Zugbelastung.

        Gruss Günter

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