Was ist besser?

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  • noch ein Stefan
    Senior Member
    • 07.08.2004
    • 7356
    • Stefan
    • Neuss

    #31
    Re: Was ist besser?

    Hallo,

    ich denke auch das der Starrantrieb theoretisch besser ist wenn er technisch korrekt gemacht ist und montiert ist und da hapert es m.E. häufig im Modellheli, vor allem bei der Lagerung der Wellen für die Kegelräder und bei der Einstellung der Räder zueinander. Beim Riemen kann man da deutlich weniger falsch machen, dafür wird er mit wachsender Länge immer kritischer was Schwingungen betrifft. Selber bevorzuge ich aus reiner Faulheit den Riemen.

    Gruß Stefan

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    • fly0070_1
      Member
      • 06.11.2005
      • 367
      • andreas

      #32
      Re: Was ist besser?

      Hallo,

      ich habe beides jahrelang geflogen und es ist auch eine große Glaubensfrage dabei (fragt mal unseren Europameister Rüdiger Feil oder Christian Wehle oder Robert Sixt stellvertretend, Weltmeister und Taiwan 3D Meister Hiroki Ito, mehrfacher 3D Champion, Weltmeister und Pionier des 3D Stils Curtis Youngblood usw.).
      Das Hauptproblem beim Riemen ist der hohe Leistungsverlust bei falscher Montage, die statischen Aufladungen im Betrieb und das nötige Anbassen der Spannung an äußere Temperatureinflüsse.
      Der Vorteil liegt aber auch klar auf der Hand. Der Riemen ist sehr leise , man spart eine Menge Gewicht am Heck, so das eventuelles Austrimmen von Nick durch Zugabe von Gewichten in der Nase entfällt, somit wird das Gesamtgewicht auch geringer und die Kosten beim Crash oder bei der Wartung sind erheblich geringer.
      Der Starrantrieb hat den Vorteil bei korrekter Montage höhere Drehmomente bei größeren Helis ( längere Heckrohre - Riemen neigt dann eher zum Schwingen ) übertragen zu können und die Heckausleger können vom Durchmesser kleiner ausfallen ( bringt Vorteile beim Rumpfeinbau ), ebenso ist die Anpassung an verschiedene Rotorduchmesser wesentlich leichter zu bewerkstellen ( Scalebereich ).
      Aber er ist wesentlich lauter, schwerer und komplizierter zu reparieren, von den Kosten ganz zu schweigen.
      Ich denke das Hauptproblem bei zu hohen Riemenverschleiß liegt an der fehlerhaften Monage ( z.B. Three Dee MP - meinen Riemen habe ich erst nach 120 Flügen gewechselt - es war kein Verschleiß erkennbar, nur das Klanggeräusch hatte sich etwas verändert und laut Aussage von Jan ist es dann besser den Riemen zu wechseln).
      Zum Verständnis, ich binn auch am trainieren von 3D Figuren, wie Tic Tocs, Rainbows, Piroflips, Twister usw.
      Bei der Autorotation konnte ich z.B. zwischen Three Dee NT ( Riemen ) und MA Fury Extreme ( Starrantrieb ) keine Leistungsunterschiede feststellen.
      Aber das Hauptproblem ist der fehlende Vergleich zweier identischer Maschinen jeweils mit Riemen und mit Starrantrieb.

      fly

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      • Bambam
        Bambam

        #33
        Re: Was ist besser?

        Hallo,
        ich bin neu hier und will mich kurz vorstellen. Ich studiere Maschinenbau in den Entzügen und bin seit geraumer Zeit stiller Mitleser in diesem Forum, weil mich Modellhubschrauber sehr interessieren. Selbst übe ich im Moment nur an einem Flugsimulator, weil mir das Geld und die Zeit fehlt einen Hubschrauber zuzulegen.
        Also schlagt mich nicht gleich bei meiner ersten Antwort

        Nun zum Thema:
        Also ALLGEMEIN und NICHT auf Hubschrauber bezogen kann ich folgendes sagen:

        Wirkungsgrad bei Zahnradgetrieben [1]:

        Bei voller Belastung einschließlich Plansch-, Lage-, Dichtungsverlusten bei ßlschmierung:
        Einstufiges Stirnradgetriebe mit Wälzlager ca.98% (1% Verlust je Welle) bei bester Qualität ( Turbogetriebe) bis 99%. Langsam laufende fettgeschmierte Stirnradstufe, gegossen eta=93%, gefräst 95%, Kegelgetriebe 97%; Hypoidgetriebe 85 bis 96%. Schneckengetriebe 30 bis 98%

        Also lässt sich feststellen, dass der Wirkungsgrad von folgenden Parametern abhängt:
        -Verzahnungsqualität (gefräßt, geschliffen usw.)
        -Verzahnungsform (Evolventenverzahnt, ballig gefräst usw.)
        -Getriebeart ( Stirnradgetriebe, Kegelgetriebe usw.)
        -Schmierung (Fett, ßl, Graphit usw.)

        Zu den obigen Punkten, was am Besten wäre für den Wirkungsgrad:
        -geschliffene Zahnräder
        -Evolventenverzahnt, da hier geringste Gleitreibung auftritt
        -Kegelgetriebe, wir wollen ja um die Ecke
        -ßl Schmierung ohne Eintauchen der Zahnräder um Panschverluste des ßls zu verhindern, bei richtiger ßlwahl berühren sich die Zahnräder nicht im Eingriff, es herrscht also KEIN metallischer Kontakt

        Um den Geräuschpegel zu senken werden hypoidverzahnte Kegelräder verwendet, da sich mehr Zähne im Eingriff befinden und der Lastwechsel zu den Zähnen die gerade belastet werden mit einem geringerem delta p erfolgt. Nachteil geringerer Wirkungsgrad und mehr Gleitreibung und eine axiale Kraft auf die Lager auf Grund der Hypoidverzahnung.


        Bei Synchrongetrieben (Zahnriemen) [1]:

        Betriebsgrenzen:
        Umgebungstemperatur=-40 bis 90° C
        Pmax=400 kW
        Vmax=40â?¦80 m/s
        Eta max ungefähr 0,98%

        Wobei dies wieder von vielen Faktoren abhängt, wie:
        Fluchten der Zahnriemenräder
        Riemenspannung
        Größe der Zahnriemenräder -> mehr Walkarbeit bei kleinen
        Verwendete Zahnriemenform

        Schlussfolgerung:
        Bei Zahnriemen kann der Wirkungsgrad auch sehr hoch sein, jedoch sehr abhängig von der Anwendung und vom Einbau

        Bei Zahnradgetrieben kann, wenn richtig konstruiert und der Aufwand sich lohnt z.B Evolventenverzahnung sicher der bessere Wirkungsgrad erreicht werden.


        Literatur:
        [1] Beitz W. und K. H. Grote: Dubbel Taschenbuch für den Maschinenbau 20. Auflage
        Springer Verlag

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        • LMH-120-CC
          LMH-120-CC

          #34
          Re: Was ist besser?

          mh... wie gesagt manchmal stößt man auf taube Ohren :/
          Also fliegt so wie ihr es für richtig haltet... ich bleib bei Kegelrad->Welle.

          Gruß

          Jürgen

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