Lackaufbau: Primer, Filler ?

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  • heliminator
    heliminator

    #1

    Lackaufbau: Primer, Filler ?

    Hi,
    Fragen über Fragen an die Spezialisten:
    Ich repariere/restauriere 'nen GfK Rumpf.
    Den Lack habe ich so zu 2/3 'runter.
    Der Rumpf soll nachher beim Autolackierer mit 2K Lack gespritzt werden.
    Wie sieht nun die Vorbereitung aus (ich will aus naheliegenden Gründen so viel wie möglich selbst machen)

    Was kommt zuerst? Primer? Filler?
    Ist ein Sprühspachtel dasselbe wie ein Filler?
    Zum ausbessern der Reparaturstellen und Löcher verwende ich zunächst Glasfaser und "Poxan 622" der Fa. Greven, ein zwei-Komponenten "Laminierharz-System". Okay??
    Für Macken in der Beschichtung hätte ich noch wahlweise von Simprop einen "Modellbau Schnellspachtel" da, Zusammensetzung leider unbekannt, oder einen "Bindulin Autospachtel Nitro-Kunstharz" Ist das Zeugs okay?

    Zudem hätte ich noch einen "presto Acryl Spritz-Spachtel" in der Spraydose.
    Den habe ich noch nicht ausprobiert.
    Wenn der Spritz-Spachtel zum Füllen von Schleifspuren verwendet sollte, brauche ich zuvor oder auch danach noch einen "Primer" ?
    Wenn ja, was sollte man da nehmen?

    Thks,
    Thilo
  • Alpenheli
    Member
    • 06.06.2003
    • 714
    • Stefan
    • Tirol

    #2
    Lackaufbau: Primer, Filler ?

    Hallo Thilo,

    ich bin zwar kein Lackierspezialist ... aber ...

    Ich habe für die Ausbesserungen und auch bei Neuaufbauten schon viele Spachtelmassen (für Löcher etc.) ausprobiert und bin der Meinung, das die Simprop Modellbau-Schnellspachtel einfach am besten funktioniert. Zum einen, weil sie so "cremig" ist und damit schon beim Drüberspachteln eine schöne Oberfläche macht und andererseit, weil die Schrumpfung beim Trocknen zwar vorhanden aber nicht soo stark ist - würde ich empfehlen.

    Bei meinem letzten Projekt habe ich viel mit grauer Grundierung/Primer gearbeitet. Professionelle Spritzspachtel (zum Beispiel mit spezieller Druckluft-Spritzpistole aufgebracht) habe ich nicht verwendet weil die nach meiner Meinung zu dick und zu schwer sind. Ich habe also Primer aus der Spraydose verwendet. Durch die graue Farbe kann man dann sehr gut Unebenheiten bzw. Unregelmässigkeiten in der Oberfläche erkennen und rausschleifen. Wichtig ist allerdings, dass der Rumpf vor der endgültigen Lackierung einen durchgängigen, gleichmässigen Farbauftrag hat weil der Lackierer (oder man selbst) sonst Schwierigkeiten mit dem unterschiedlichen Deckverhalten der unterschiedlichen Farben bekommt. Das ist damit auch schon ein Nachteil, weil man damit insgesamt schon ziemlich viel Farbe aufbringt. Auch recht wichtig ist, dass man nicht mit verschiedenen Primern am Modell experimentiert. Ich habe einmal mit einem neuen Primer anderer Marke den vorherigen einfach aufgelöst. Im Endeffekt musste ich alles wieder mit Nitro abwaschen und von neuem beginnen.

    Bei meinem nächsten Projekt werde ich es mit einem weissen Primer probieren - den sieht man zwar schlecht (weiss auf weissem Rumpf !&#33 aber ich denke (hoffe), dass ich dann insgesamt weniger Material benötige, da es farblich dann keinen Unterschied zwischen den Flächen gibt wo Primer angeschliffen wurde bzw. wo das weisse Gelcoat vom Rumpf angeschliffen ist.

    Ich hoffe, das konnte etwas helfen - freu´ mich aber schon auf weitere Meldungen in diesem Thread - kann auch noch viel lernen.
    Grüsse aus den Alpen ... Stefan

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    • rosenkoenig
      rosenkoenig

      #3
      Lackaufbau: Primer, Filler ?

      Primer macht man z.B. bei Weichplastteilen darunter, damit die Farbe hält.

      Filler soll Schleifspuren abdecken.

      Als Spachtel nur 2 K Spachtel verwenden. Da gibt es spezielle Leichtspachtel z.B. "Presto Leichtspachtel" aus dem Baumarkt.

      Ich nehme auch für den Filler 2 K Zeugs.

      Die Farben vom Baumarkt werden leicht vom 2 K Lack aufgeweicht und versauen dann alles. Frage also lieber mal deinen Lackierer, was drunter soll.

      Gruß Bernd

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      • KawaMan
        KawaMan

        #4
        Lackaufbau: Primer, Filler ?

        Du brauchst keinen Primer auf schon bestehenden Lack aufsprühen.
        Filler und Sprühspachtel ist eigentlich das Gleiche. Es gibt da zwar spezielle 2K Sprühspachtel, die könnten wohl nicht etwas dicker in der Konsistenz sein - aber ich würde damit die Haube nicht schwerer machen.
        Für kleine Oberflächenmacken würde ich Nitromodellbauspachtel nehmen. Könnte wohl der "gleiche" sein, wie du es hast. Dieser Nitrospachtel trocknet "nur" an der Luft (also nicht 2 Komponenten) und wird dünn aufgetragen. Gibt es in der Regel im Handel für den Gießereimodellbau.
        Löcher (größere) würde ich mit GFK zu laminieren. Glasfaserspachtel für kleine Löcher - aber nicht von vorne auftragen, weil dieser Spachtel sehr hart ist und sich nur mühsam abschleifen lässt. Wenn er geschliffen wird: Schleifpapier (vorzugsweise Nassschleifpapier) auf ein Holz kleben, sonst schleifst du eher runtherum weg als den Spachtel.

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        • heliminator
          heliminator

          #5
          Lackaufbau: Primer, Filler ?

          Hi,
          mit den Tipps bin ich schon mal ein ganzes Stück schlauer!
          Glaube ich wenigstens, bei meinen Gedächtnisleistungen ?!?!?
          Was mich immer am meisten fuchst bei dem ganzen Lack/Lösungsmittel/Untergrund-Gepansche, ist die Sache mit der Verträglichkeit.
          Gestern habe ich mal auf einem Bruchstück des Rumpfs (merke: dr Schwob schmeisst nix weg) einen kleinen Test mit dem Spritz-Spachtel gemacht.
          So ist das Zeugs beinahe genial, denn wenn man nach Trocknung dann mit 1500er Schmirgel nass drüber geht, gibt es wirklich eine a....hglatte Fläche.
          Dann aus ßbermut mal mit einer Duplicolor-Dose drübergesprüht:
          siehe da: Mal wieder Kräusellack produziert.
          Da bleibt mir wirklich nix übrig, als mit dem Sprüh-Spachtel mal zum Lackierer zu tigern und ihn zu befragen.
          Irgendwie hasse ich nämlich diese Rumpf-Abschleiferei langsam....

          Ach ja, noch was: Im Anflug von Arbeitswahn schleife ich den alten Lack nicht nur AN, sondern AB. (Wer lacht da*)
          Sollte vom GfK bzw. Gelcoat noch was übrig bleiben, muss dann ein Primer drauf?


          Gruss,
          Thilo

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          • Christian Gans
            Member
            • 30.12.2002
            • 701
            • Christian
            • 51643 Gummersbach

            #6
            Lackaufbau: Primer, Filler ?

            Hi,
            auch wenn es etwas mehr Arbeit ist...
            alle Lacke und Füller sollten 2 K sein. Füller 1 K mit Lack 2 K sieht solange gut aus,
            bis ein kleiner Kratzer in der oberen Lackschicht ist, und der Sprit drunterkriecht.
            Der Löst dann den Füller an und die Farbe kräuselt sich Falls mal etwas nachlackiert werden soll, ist es so auch einfacher.

            Nochn Tip..
            Alle Farbnummern notieren und irgendwo verstauen, wo du sie wiederfindest.
            Mann glaubt garnicht, wie schwer es sein kann z.B."sein" Rot wiederzufinden... ?(
            Ich grundiere und lackiere alle Modelle mit der billigsten Airbrushpistole von Revell.

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            • rosenkoenig
              rosenkoenig

              #7
              Lackaufbau: Primer, Filler ?

              Sollte vom GfK bzw. Gelcoat noch was übrig bleiben, muss dann ein Primer drauf?
              Nein, nur bei Weichplaste.

              Gruß Bernd

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              • KawaMan
                KawaMan

                #8
                Lackaufbau: Primer, Filler ?

                alle Lacke und Füller sollten 2 K sein. Füller 1 K mit Lack 2 K sieht solange gut aus,
                bis ein kleiner Kratzer in der oberen Lackschicht ist, und der Sprit drunterkriecht.
                Der Löst dann den Füller an und die Farbe kräuselt sich
                Hmm, über Lackkratzer habe ich noch nie nachgedacht. klingt plausibel. nur schade, dass ich die schönen Neonlacke nicht als 2K kenne. Aber wirds vielleicht irgendwo schon geben.

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