Oder nur das Vorwort löschen wenn es hier hereinpasst.
Und bitte auch das "- Teil I" im Titel löschen! Danke!Eigentlich gewinne ich nie etwas. Weder an der Losbude noch bei Preisausschreiben. Und schon gar nicht beim Lotto! Okay, ich spiele kein Lotto und das schmälert meine Gewinnchancen zusätzlich. Aber an dieser Verlosung hier im Forum musste ich einfach teilnehmen.
Und zwar ging es hier um Flugunterricht durch eine Heli-Flugschule. Genauer gesagt um einen Gutschein im Wert von 500 Euro. Diesen konnte man dann nach Belieben bei Daniel und seiner Flugschule einlösen. Also schnell an dem Gewinnspiel teilgenommen und die Sache auch recht schnell wieder vergessen.
Und dann? Was soll ich sagen, man kann aus dem Titel des Beitrags ja schon auf das Nachfolgende schließen.

Als ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, bekam ich zwei Mails. Eine hier vom Forum und die andere von Daniel. Normalerweise lösche ich Nachrichten, die -Herzlichen Glückwunsch- im Betreff haben ungelesen. Zum Glück habe ich diesmal aber genauer hingeschaut und die Mails doch gelesen. In beiden wurde mir zum Gewinn des Gutscheins gratuliert.

Na holla! Wie konnte das denn passieren? Ich habe etwas gewonnen? Gibt-s doch gar nicht �. So ungefähr kann man sich meine Reaktion vorstellen.
Jedenfalls habe ich mich riesig gefreut, da ich als fliegerischer Autodidakt doch noch so einige "Baustellen" habe. Da kam mir so ein Gewinn gerade recht.
Also habe ich mich bei Daniel gemeldet. Ich hatte ein super nettes Gespräch. Neben dem organisatorischen, also wo und wann wir fliegen wollen, hatte er noch andere Fragen. Was ich so kann, ob es Videos von meinen Flügen gibt, was ich gern lernen wolle und so weiter.
Letztlich verabredeten wir uns für den 18. Juli in der Nähe meines Wohnortes. Daniel war nämlich in dieser Zeit im Rahmen seiner Deutschlandtour in meiner Gegend. Idealer konnte ich es nicht haben.
Vom Lerninhalt wollte ich gern Autorotationen angehen. Sofern dann noch Zeit bleibe, würde ich mich auch gern an Piroflips versuchen, weil ich die Dinger nicht einmal am Simulator richtig hinbekomme.
Nach einigen Tagen bekam ich noch einmal einen Anruf von Daniel. Er hatte sich meine Videos angeschaut und gab mir bereits eine erste Einschätzung. Meine Lernziele schienen ihm realistisch und er hatte sich schon ein bis zwei Sachen notiert, woran wir am Schulungstag noch arbeiten würden. Von dieser Vorbereitung war ich natürlich angenehm überrascht. Ungeduldig wartete ich auf den 18. Juli.
Endlich war es soweit. Der lang erwartete Tag war da. Laut der Handyapp schien das Wetter beständig zu bleiben. Mäßiger Wind und anfangs bewölkt, später aufgelockert und sonnig. Weder zu warm noch zu kalt. Ideales Flugwetter also.
Schon einige Zeit vor dem verabredeten Termin war ich auf dem Flugfeld, um mich schon mal -warmzufliegen-.
Als Location hatte ich mir eine große Wiese an einem Spargelfeld ausgesucht. Wir haben hier viel -Gegend-. An Fluggelegenheiten mangelt es also nicht.

Den lockeren Kunstflug bei niedriger Drehzahl nahmen die nebenan auf dem Spargelfeld arbeitenden Saisonarbeiter interessiert aber unbeeindruckt zur Kenntnis.

Ein Urlauberpärchen mit Fahrrädern und Hund hielt kurz an und man kam ins Gespräch. Sie hätten auch mal ein Flugzeug gehabt. Das wäre aber dauernd abgestürzt. Den fliegenden Heli fanden sie -wunderschön-. Das hört man doch gern. Schönen Tag und schönen Weg noch.
Kurz darauf kam auch schon Daniel mit seinem Transporter den Weg entlang. Zum Glück hatte er alles sicher verstaut, so dass auf dem Feldweg alles an seinem Platz blieb.
Wer das Auto nicht kennt: Ein Transporter der als rollendes (Heli)Spaßmobil ausgebaut wurde. Rundum alles, was man für einen schönen Flugtag braucht. Helis, Technik, Reparaturmöglichkeiten und so weiter. Wenn man berufsmäßig in Sachen Helis unterwegs ist, braucht man eben eine entsprechend bessere Ausstattung.
Nach der Begrüßung ging es auch gleich zum Aufbau des Equipments. Der Generator wurde in Betrieb genommen, die Ladegeräte eingeschalten und die ersten Akkus aufgeladen. Als Schulungshelis hatte Daniel, der ja auch SAB-Teampilot ist, zwei Goblins mitgebracht. Einen 570er für die Piroflips und einen 700er für das Autorotationstraining. Die Fernsteuerung für den Lehrer-Schüler-Betrieb wurde an meine Steuergewohnheiten angepasst und dann ging es auch schon los.
Als erstes sollte ich mit meinem eigenen Heli ein paar Runden fliegen. Einfach mal Kreise in allen Fluglagen und ein wenig locker hin und her. Nur keine -Showvorführung-. Bereits hier gab er mir hilfreiche Tipps. Eigentlich dachte ich, da ich ja auch einen kleinen Semiscale Heli fliege, dass ich den normalen Rundflug recht sauber hinbekomme. Aber man glaubt gar nicht, wie sich Fehler schon bei den Basics einschleichen, die einem durchgängig das Leben unnötig schwer machen und die Figuren unsauber aussehen lassen. Das bekommt man ohne Feedback aus berufenem Mund so gar nicht mit.
Dann zeigte ich Daniel meine Ansätze zum (halben) Piroflip.
Als der Akku meines Helis alle war, hatten die Ladegeräte im Transporter die Energieriegel der Goblins gefüllt. Damit ging es nahtlos weiter mit dem fliegen. Zuerst konnte ich mich mit dem 570er vertraut machen. Daniel gab mir noch eine kurze Einweisung in den Lehrer-Schüler-Betrieb. Unter anderem das man Pitch auch dann mitgehen sollte, wenn der Lehrer gerade fliegt. Sonst gibt es überraschende Momente, wenn die Kontrolle an den Schüler übergeben wird.
Wie man sich denken kann, habe ich das nicht immer geschafft. Zum Glück fanden alle Flüge in Sicherheitshöhe statt.
Nach dem Start bekam ich also in der Luft die Kontrolle über den Schulungsheli und konnte mich erst einmal mit der Maschine vertraut machen. Ein wenig anders steuert sich ja jeder Heli. Trotzdem hatte ich recht schnell ein sicheres Gefühl bei dem Goblin. Das lag einerseits an der Gewissheit, dass immer noch jemand im Falle eines Falles eingreifen konnte. Aber auch an der Tatsache, dass der Heli an sich sicher schon sehr gut ist und dann auch noch professionell eingestellt worden war. Nach der Aufwärmrunde ging es schon in die Vollen. Daniel flog die ßbung vor, übergab mir die Steuerung und ich versuchte das Gezeigte nachzufliegen. Je nach ßbung hatte ich nur über bestimmte oder über alle Steuerfunktionen die Kontrolle. Dabei variierten die ßbungen. Wenn er sah, dass ich auf eine Art nicht weiterkam, hatte er immer noch einen Plan B oder C, also andere ßbungen, die dann zum gleichen Ergebnis führten.
Recht schnell wurde mir klar, dass ich manches bisher komplett falsch gesteuert habe. Also das ich nicht nur die Heckdrehung viel zu schnell ausgeführt sondern auch die Taumelscheibe falsch bewegt habe. So reihte sich Akku an Akku. Währenddessen haben wir uns schön unterhalten. ßber das Heli fliegen natürlich aber auch über gänzlich andere Dinge. Die Ladegeräte luden so schnell nach, wie wir die Akkus leeren konnten.
Irgendwann war mein geistiger Akku alle. Man soll ja nicht immer das Gleiche üben. Also kam, kurz vor der Mittagspause, der 700er zum Einsatz.
Zu Beginn flog Daniel mit dem Teil eine Runde. Ich möchte es mal so ausdrücken: Wer ihn oder seine Videos kennt weiß, dass man die Präsenz des Helis nicht ignorieren kann. Diesmal waren die Feldarbeiter beeindruckt!



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