Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

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  • sicx
    Member
    • 06.04.2002
    • 855
    • Alan
    • Chemnitz - 1. MSC Jahnsdorf e.V.

    #1

    Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

    Hallo!

    Mich würde folgendes interessieren:

    Bei welchem System ist flugtechnisch eine höhere Leistung zu erwarten, bei einer Mechanik mit 1,50m Rotorkreis oder einer mit 1,80m?
    Randbedingungen sollen sein, dass der 1,80er nur unwesentlich schwerer ist, als der 1,50er und der 1,80er vom Getriebe her so abgestimmt wurde, dass für die etwas niedrigere Rotorkopfdrehzahl der Motor wie beim 1,50er ebenfalls sein Maximum an Leistung bereitstellt.

    Hintergrund meiner Frage ist die Idee, einen bestehenden Heli neu zu designen und eine radikale Gewichtsreduzierung durchzuführen. Resultat soll ein maximal 4,5-4,6kg (Abfluggewicht) schwerer Heli mit 1,50 oder 1,80m Rotorkreis sein.
  • SULOX
    SULOX

    #2
    Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

    es nennt sich 3DNT.....gibts zu kaufen und hat quasi die angeforderten eigenschaften. (oder irre ich mich da?)
    natürlich hat ein 1,8 mit dickem motor und nix an gewicht gigantische leistung bei supi langsamen rotor.

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    • reviloq
      reviloq

      #3
      Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

      Hallo!

      Ich habe vor einigen Jahren auf einer Modellbaumesse eine simple Graupner Unimechanik gekauft und um diese eine Trainerzelle, alles wie aus dem Katalog, gebaut. Das Heckrohr habe ich nicht verwendet, sondern aus dem Baumarkt ein gewöhnliches 20mm Alurohr, das dafür etwas länger. Bei der Fa. Sitar in Innsbruck/A ließ ich mir Rotorblätter linksdrehend/s-Schlag für einen Durchmesser von 185cm und 190 cm anfertigen, übrigens das Beste, was ich je geflogen bin. Mit einem Ultra 2000/24, ebenfalls von Graupner, und 32 RC2000 Zellen, wog das Modell ca. 6 kg. Für den Schwebeflug stellte ich 720, für den Rundflug ca 680 U/min ein. Die Leistung war dabei nicht mehr berauschen, was mir egal ist, das Flugbild und das Blattklopfen entschädigte aber mehr als nur. Einige hubihassende Vereinskollegen verliebten sich so in mein Modell, dass sie jetzt selber begonnen haben, E-Heli zu fliegen. Das um und auf ist es aber, die Drehzahl sehr niedrig zu halten. Da ich von 3D Fliegen gar nichts halte, ist mir die Steigleistung egal, zur Not dreh ich halt den Regler hoch. Ich fliege den Rotor ohne Paddel, also Rigid, habe dadurch über 1,5 min mehr Flugzeit. Bei dem Rotordurchmesser liegt das Modell aber so stabil, dass ich beim Marschflug ohne weiteres 30 sec die Steuerung loslassen kann. Das ganze würde ich heute mit einem BL und LIpos machen, vielleicht rüste ich noch um, dann ist das Gewicht sicher um einiges Geringer, die Flugzeit ist jetzt ja schon bei ca. 13 min, alte Akkus wohlbemerkt!!

      Ciao!

      reviloq

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      • QuaX
        henseleit-helicopters.de
        Teampilot
        • 27.06.2001
        • 1184
        • Michael
        • Minga

        #4
        Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

        Hallo,
        wenn man gute Leistungen im Schwebeflug (z.B. mit schweren Lasten oder große Flughöhen) oder im niedrigen Geschwindigkeitsbereich haben will, geht nichts über einen großen Rotordurchmesser. Eine niedrige Kreisflächenbelastung hilft da sehr. Im Schnellflug siehts wieder anders aus, da ein großer Rotor auch viel Wiederstand hat. Da ist es das Beste man setzt die Leistung durch einen kleineren Rotor durch. Das Ganze gilt natürlich nur innerhalb gewisser Grenzen.
        Will ich einen Elektrohubschrauber auf lange Flugzeit auslegen, hilft auch ein großer Rotor mit niedriger Flächenbelastung (angepasste ßbersetzung vorausgesetzt). Der Wirkungsgrad wird besser. Er dürfte aber Nachteile im Schnellflug haben.

        Gruß

        QuaX
        henseleit-helicopters; kontronik; Copper Doc

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        • freyenb
          Member
          • 08.04.2003
          • 474
          • Bernd
          • Egling bei München

          #5
          Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

          Hallo Zusammen,

          daß ist ja sehr interessant! Ich fliege eine UNI EXPERT Elektro mit Agusta-Rumpf und hab einen Rotordurchmesser von ca. 1.6m mit S-Schlag GFK-Blättern.

          Ich möchte den Heli auch auf maximale Flugzeit auslegen und "scale" fliegen, d.h. ich bin mit geringen Steigleistungen und trägen Steuerreaktionen zufrieden. Zur Zeit fliege ich mit 1200 UpM am Kopf.

          Wieweit kann ich eigentlich die Kopfdrehzahl zurück-nehmen, ohne daß der Wirkungsgrad wieder sinkt oder es gar gefährlich wird? Wie merke ich beim Heli, daß die Blätter an den Strömungsabriss kommen? Was ist beim Marschflug zu beachten? ?(

          Freue mich auf Eure Antworten...
          Viele Grüsse,

          Bernd.

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          • reviloq
            reviloq

            #6
            Leistungsbilanz: 1,80m vs. 1,50m Rotorkreis

            Hi!

            Wichtig ist, das die Blätter nicht so leicht die Strömung verlieren. Mit den Sitar Blättern gelingt mir das bis ca. 650 U/min. Wobei man dann sagen muss, dass es nicht mehr sehr windig sein darf beim Schweben. Ich lasse deshalb meinen großen Uni über 700 u/min schweben. Gehe ich dann in den Marschflug, so steigt er unheimlich weg, wen wunderts bei dem Druchmesser 1.9m. Ich gehe dann kontinuierlich mit der Drehzahl bei etwas reduziertem Pitch zurück. Nach dem Flug messe ich die Drehzahl und siehe da, unter 700 U/min. Bei einem großen Rotordurchmesser wird das Schnellfliegen zwar verhinder, der Auftrieb beim Rundflug ist aber enorm und es daher die Drehzahl reduziert werde. Ich habe deshalb auch zwei Flugzustände auf meiner Mpx 2020 programmiert.

            Ciao!

            reviloq

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