Deltakopf

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  • Fichtenmoped-Man
    Fichtenmoped-Man

    #1

    Deltakopf

    Hallo zusammen,

    ich fliege auf meinem Trainer einen VARIO Rotorkopf mit Delta-Wippe (#1005/6)

    Dazu habe ich 2 Fragen :

    - Gibt es jemanden, der mit einfach und anschaulich erklären kann, worin der Unterschied zum "Normalen" Kopf besteht ?
    Ich weiß wohl, daß der Heli damit ruhiger schweben soll, aber das reicht mir nicht nicht so ganz.
    Ich würde das gerne besser verstehen können. Kann hier jemand (in Deutsch ) helfen ?

    - Wie muß die Einstellung erfolgen ?
    Ich war bemüht, die Anlenkung auf den Drehpunkt zu legen. So wie hier :

    Kann man hier an dem sogenannten Delta-Effekt etwas verändern,
    oder darf die Anlenkung womöglich gar nicht im Drehpunkt liegen ?

    Ich habe hier so ein "Halbwissen", das mich sehr nervt...
    Kann mir jemand weiterhelfen ?

    Beßten Dank im voraus,
    viele Grüße,
    Stefan.
  • Berthold Pätzold
    Berthold Pätzold

    #2
    Deltakopf

    hi Dieselflieger 8)

    guckst Du mal hier

    oder hier


    Den Delta-Effekt, seit vielen Jahren bei Großhubschraubern genutzt, erreichen wir beim Modell, wenn die Mischhebel nicht mittig zum Zentralstück angelenkt werden. Sobald ein Blatt durch äußere Einflüsse (Auf- und Abwinde usw.) aus der Bahn gedrängt wird, steuert das gegenüberliegende Blatt entgegengesetzt und beruhigt dadurch die Rotorkreisebene.


    ansonsten habe ich auch keine Ahnung

    Kommentar

    • martin_fuerst
      RC-Heli TEAM
      • 12.06.2001
      • 4042
      • Martin
      • Wolkersdorf/Wien/Markgrafneusiedl

      #3
      Deltakopf

      Hallo,


      @Stefan
      Lass den Kopf, wie erst mal wie er ist - L-Hebel Kugeln auf Mitte.
      ------------------------

      Delta:
      Die oben genannten Links sagen schon alles....

      Beim Kopf ohne Delta3 verursacht eine Schlagbewegung des Rotorblattes keine zyklische Winkeländerung an den Rotorblättern.
      Z.B. beim alten Heimkopf, Graupner Unimech.,Varioableger, Futura/Mille/Nova u.s.w.

      Beim Kopf mit richtiger Delta3 - Anlenkung:
      Es entsteht eine gewollte zykl. Winkeländerung der Rotorblätter, bei der die Schlagbewegung an den Blatthaltern (als Drehung) übertragen wird.
      Z.B: Raptor, Freya, u.s.w.

      Hier gibt es nun 2 Auslegungsarten:
      *Negatives Delta = das Blatt steuert gegen den verursachten "Fehler" von aussen
      = eine Blattanstellwinkelreduzierung (wie von Berthold erwähnt)
      (Raptor/Freya im Originalzustand und einige andere Helis)
      Das war auch mit schlabbrigen Blatthaltersitzen der Flattergrund mancher
      Raptor V1 Köpfe - je nach Rotorblätter und zufälliger Spritzgussqualität
      der Blatthalter

      *Positives Delta = das Blatt steuert zusätzlich pos. Anstellung! zum "Fehler" = Blattanstellwinkelerhöhung (kling nicht sinnvoll - kann es aber sein - da dadurch,
      kombiniert (nur mit einer harten Kopfdämpfung), auch eine stabilisierende Wirkung auf Die Rotorkreisfläche stattfindet)
      Darum gingen die schlabbrigen V1Köpfe mit gedrehten Blatthaltern nun doch wieder (Headflip= jetzt pos Delta)
      Beide Bätter laufen auf "Spannung" im Pitch und mussten sich nicht
      bei 0Grad entscheiden, ob eines oben und das ander Blatt unten läuft,
      der Gegensteuereffekt vom neg. Delta war ja nimmer da...
      Genug der alten (längst vergessenen Geschichten) mit den 100 Erklärungen
      warum.
      ---------------
      Um ein Delta3 in ein Rotorsystem einbauen zu können, wählt man eine verkürzte Blattanlenkung von vorne=pos. oder hinten=neg. - dabei braucht man immer nur kürzere Blatthalterarme und keine längeren (über die Paddelstangenmitte hinausreichenden) was bei Plastikteilen ohnedies nur nicht reproduzierbare
      Auswirkungen erzeugen würde - es sollte also der Blattarm möglichst verwindungsfrei sein.

      Anlenkhebel der Stabistange:
      Der Trick mit den außermittig liegenden L-förmigen Anlenkhebeln der Paddelstange
      ist ein anderer Weg (wenn auch ähnlich) - greift aber nicht beim Schlagen mit der
      Blattwinkeländerung an, sondern (über)stabilisiert eher die Paddelstange
      Bei manchen Helis (Eco8) kann ein Aufbäumen eingedämmt werden, aber
      auch wieder zum Aufbäumen im Flug führen, wenn man so wie ich zufällig die L-Hebelandersrum montiert und nicht denkt (was bei "Kugel auf Mitte" volkommen egal ist)

      Standardplastikköpfe mit irgendwelchen Blättern, die absichtlich ohne
      Delta Konstruiert sind (Heim/Graupner/Vario/Robbe Futura u.s.w.)
      lässt man am besten wie sie sind, um keine unnötigen Verschlechterungen
      einzubauen - so fliegen sie mit allen möglichen Rotorblatttypen relativ neutral.

      Anders sieht es mit genau gefertigten Aluköpfen mit def. Schalggelenk aus, dort wird Delta (wenn eingesetzt) auch wirklich so an die Rotorblätter weitergegeben, wie es gedacht ist.

      Der ganze Mist dabei ist, dass man keine allgemeingültige Abstimmung sagen
      kann, denn JEDER Pilot empfindet Flugverhalten subjektiv, geschweige das
      Zusammenspiel von Paddelstangenanteil - Bell/Hiller Mischverhältnissen
      und Rotorblättern.
      Fazit:
      Solche Modifikationen können was bringen müssen aber nicht -
      Unsere ersten 2 WM-Piloten von ßsterreich (beide Caliber90 letzten Sommer) hatten lustigerweise ihre Rotorköpfe alternativ aufgebaut (einer pos.Delta/ der
      andere neg.)
      Und beide erfliegen annähernd gleiche Punktewertungen (von denen ich nur
      träumen kann )


      Grüsse
      Martin
      Wettbewerbsklasse J4F​

      Kommentar

      • Stahl H.
        Member
        • 08.05.2003
        • 46
        • Hermann

        #4
        Deltakopf

        Hallo Martin

        In letzter Zeit las ich so einige Artikel über Delta3 .
        Wollte meinen Futura damit zwangsbeglücken.
        Dank deiner wirklich tollen und ausführlichen Erklärung laß ich ich es jetzt aber sein.

        Liebe Grüße aus Guntramsdorf
        Hermann

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