
Grummel, habe erstmals in vielen Jahren eine wichtige Schraube unvermutet mitten im Flug verloren. Ich muss zugeben, eine, die ich vermutlich immer zu kontrollieren vergessen habe, nämlich die Kugelkopfschraube eines Blattgriffs. Sie (bzw. jene auf dem anderen Blattgriff) war auch nicht mit Edding markiert, was von versehentlicher Ignoranz meinerseits zeugt, weil die kontrollierten Schrauben haben alle einen Richtungspunkt (der sich zwischen den Kontrollen nicht bewegen darf).
Allerdings bin ich nicht 100% sicher, ob sie kurz vor oder doch erst direkt bei der harten Landung davongeflogen ist. Im letzteren Fall müsste sie jedoch aus dem Gewinde mit Gewalt ausgerissen sein, oder? Das Gewinde des Plastik-Blattgriffs ist aber noch perfekt, was eher für sanfte Lockerung spricht. Der Kugelkopf ist übrigens unfindbar weg und steckt auch nicht mehr in der Kugelpfanne.
Bin grad eine (für mich
) zweifelhafte Figur geflogen, nämlich Nasenfliegen rückwärts an der Sichtgrenze in 1 Meter Höhe bei Wind, weswegen die ungeplante Landung theoretisch auch Zufall sein könnte. Ist aber eher wenig wahrscheinlich, da mein 450er-Heli stabil wie ein Esel in der Luft liegt.Hier also die für mich ungeklärten Fragen:
1. Merkt man denn eine stetige Lockerung des Blattgriff-Kugelkopfs nicht beim Fliegen?
2. Kann es sein, wenn sich der Kugelkopf verabschiedet, dass der Heli nicht förmlich explodiert, sondern relativ sanft abschmiert, sodass man fast glaubt, man sei selber schuld?
3. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kugelkopf bei einem Crash rausgerissen wird und sich danach von der Kugelpfanne löst, ist minimal, oder?
Irgendwie freut es mich fast: Der erste rein mechanisch bedingte Crash ohne Gehirnfehlfunktion! Noch dazu fast ohne Schaden, nur das Chassis und das Heckrohr sind noch etwas schiefer als immer schon.

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