Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

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  • ThomasC
    Senior Member
    • 10.02.2012
    • 3963
    • Thomas
    • Giessen

    #1

    Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

    Hallo Bastler,

    ich wußte nicht, wo dieses Thema hingehört, daher hab ich es einfach mal unter "Konstruktion" verankert, weil es sich in meinen Augen um ein mechanisches / konstruktionsbedinges Problem handelt. Es geht um folgende Beobachtung:

    KDS 450SV. Das Heck hat serienmäßig ein recht hohes Rückstellmoment bei Drehzahl, weswegen ich nun Propellermomentausgleich betrieben habe. Bild der Modifikation anbei. Getestet mit entkoppeltem Heckservo, Servoansteuerung habe ich mit einem übrigen Gestänge von Hand simuliert, um die Kräfte im Heck beurteilen zu können. Der Ausgleich ist nicht vollständig, aber er reduziert die Kräfte, die das Heckservo aufbringen muß, ganz erheblich. 100% ist gar nicht mein Ziel, das soll erstmal so reichen. Bin ja noch kein Brutaloknüppelflieger, da reicht mir "gut genug" noch völlig aus.

    Soweit so gut, die Modifikation hat wirklich was gebracht, das Heck ist nicht mehr schwammig, sondern absolut präzise im Flug.

    Jetzt ist mir aufgefallen, daß das Heck bei Volldrehzahl etwas schwergängig ist - ich kann das Heck nun manuell in einem weiten Bereich einstellen, ohne daß es vom Rückstellmoment wieder in die Null-Lage gezogen wird - ich muß eine gewisse, wenn auch nicht sonderlich hohe Reibungskraft überwinden um das Heck zu verstellen. Im Stand ist es so leichtgängig, daß im Grunde kein Widerstand spürbar ist, aber bei Volldrehzahl merkt man einen deutlichen Unterschied. Ich vermute, das war auch vorher so, aber durch das immense Rückstellmoment wurde das kompensiert, sodaß man es nicht gemerkt hat. An der Stelle bin ich dann doch Perfektionist.

    Daher die Frage: auf was muß ich beim Heck achten, um es auch bei Volldrehzahl leichtgängig zu halten? Wodurch entsteht diese Schwergängigkeit bei Drehzahl? Die Blätter sind ausgewuchtet (mit 400er Schleifpapier), Heckvibrationen sind absolut minimal. Fehler am Heck sind keine zu sehen, Crash ist noch keiner aufgetreten, und wie schon angedeutet: im Stand perfekt leichtgängig.

    Verstehenwollenden Gruß

    ThomasC
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    Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
  • Paddel
    Paddel

    #2
    AW: Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

    Ein Vereinskollege hat zu dem Thema mal was zusammengefasst, vielleicht hilft's ein Wenig

    rc-heli-fan.org Thema anzeigen - Funktionsweise von Propellermomentgewichten

    Kommentar

    • LudwigX
      Senior Member
      • 12.06.2012
      • 4635
      • Thomas
      • Siegen

      #3
      AW: Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

      Hast du das Rückstellmoment ohne Heckrotorblätter eingestellt?
      Denn:
      Ich glaube, dass du nun
      Zitat von ThomasC Beitrag anzeigen
      ohne daß es vom Rückstellmoment wieder in die Null-Lage gezogen wird
      dann hast du zu viele PMG's drauf. Falls im Flug das Servo ausfällt, würde der Heli zum Kreisel werden

      Kommentar

      • ThomasC
        Senior Member
        • 10.02.2012
        • 3963
        • Thomas
        • Giessen

        #4
        AW: Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

        @LudwigX: Ich hab das Rückstellmoment mit eingebauten Heckblättern geprüft, alles andere ergibt ja keinen Sinn. Die Kraft, die ich beim manuellen Bewegen der Heckpitchbrücke aufwenden muß, ist um einige Größenordnungen kleiner als die Kraft vor dem Umbau, aber es fällt eben nun auf: ich muß Reibungskräfte überwinden, bedeutet für mich: irgendwo reibt da was. Und das wird auf Dauer irgendwo Verschleiß erzeugen.

        Der Heckpitch wird NICHT nach außen gezogen durch die jetztigen Stellkräfte. Ich habe also auch nicht zu viele Gewichte verwendet. Im Grunde hab ich einfach die längsten Schrauben genommen die ich fand und die nach Gefühl mit Gewichten bestückt, da ich bei böigem Wind immer das Problem des Heckpendelns hatte, und das, obwohl ich auf einen Spartan-Gyro gewechselt bin. Bei Spartan findet sich zu diesem Phänomen der Hinweis auf den "Chinese weight mod", den wir als Propellermomentausgleich kennen. Deswegen hab ich den Aufwand überhaupt nur betrieben...
        Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht

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        • Harima20
          Harima20

          #5
          AW: Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

          Um es mal zusammen zufassen.

          Wenn der Heckrotor steht (Motor aus) dann kann man sehr leicht den Winkel verändern. Selbiges galt auch vor dem Umbau.

          Erst bei hohen Drehzahlen geht es schwerer.

          Ich kann mir das nur so vorstellen, dass die beiden Gewichte an den Blatthaltern nicht gleich schwer sind.

          Bei Heliernst habe ich mal einen Beitrag gesehen. Der hat dafür Kugellager genommen.

          Andererseits müsste dann ja bei hohen geschwindigkeiten der Anstellwinkel zu einer Seite zunehmen.
          Hast du es mal mit unterschiedlichen Gewichts Objekten Probiert ?

          LG Michi

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          • ThomasC
            Senior Member
            • 10.02.2012
            • 3963
            • Thomas
            • Giessen

            #6
            AW: Leichtgängigkeit des Hecks im Betrieb

            Hallo Michi,

            nein, unterschiedliche Gewichte hab ich noch nicht probiert weil ich keine hatte, die Schraube ist für einen zweiten Kugelkopf minimal zu kurz (leider), sonst hätte ich die Seiten symmetrisch mit Kugelköpfen bestückt. Nach weiteren Recherchen fasse ich erstmal meine derzeitigen Erkenntnisse und Möglichkeiten zusammen:
            1. die Pitchhülse selbst hat im drehenden Bereich mglw. eine leichte Unwucht und wird dadurch auf die HeRo-Welle gedrückt bei hohen Drehzahlen. Dann wäre das Problem ein Werksseitiges und nicht ohne Weiteres behebbar (erklärt auch den hohen Verschleiß, den einige KDS-Flieger am 450SV-Heck bemängeln)
            2. durch die nicht exakte Gleichheit der Gewichte links und rechtsseitig je Blattlager (ich habe sie nicht gewogen, geht auch schwierig, da der Schraubenkopf selbst ein Teil des Gewichtes ist) verkanten sich die Lager etwas, die beim 450SV nicht als Drucklager ausgelegt sind und somit leichter verkanten können. Dadurch erhöht sich die Reibung. Bei manuellem "ziehen" an den Lagern / vorsichtigem manuellen Verkanten zeigen sich keine spürbar höheren Reibungskräfte, aber ich weiß auch nicht genau, mit welcher Kraft hier verkantet wird, da das Heck ja ziemlich schnell dreht

            Möglicherweise addieren sich diese beiden (und evtl. noch außer Acht gelassene Faktoren wie erhöhte Reibung in den Anlenkhebeln, die ja auch durch die Fliehkraft nach außen gedrückt werden) Faktoren so weit, daß es spürbar wird. Einen einzelnen Auslöser kann ich nicht erkennen, außer daß die Pitchhülse beim Verkanten natürlich schwergängiger wird, wie zu erwarten. Schleifspuren auf der Heckwelle kann ich derzeit keine entdecken, aber das Ding hat auch bisher nur wenig über eine Stunde Flugzeit hinter sich. Vor dem Umbau. Ich denke daher, daß ich erstmal noch 'ne Stunde Flugzeit draufmache und schaue, ob ich jetzt auf der Heckwelle Riefen bekomme - dann weiß ich wenigstens, daß die Pitchhülse schleift. Oder ich schaffe es, noch längere Schrauben zu bekommen, dann hab ich die Gewichtsverteilung sicher symmetrischer - dann kann ich wenigstens vergleichen. Und liege noch näher am Optimum, da der Ausgleich nicht vollständig ist im jetztigen Zustand, da fehlt noch spürbar Gewicht, will ich den Lagern aber nicht unbedingt zumuten, nicht daß mir das Heck im Flug auseinanderfällt da ich auch die Drehzahl erhöht habe (fliege mit 2.700/min dank Align Schrägverzahnung).
            Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht

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