Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

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  • Ralf Rösch
    Ralf Rösch

    #1

    Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

    Hallo zusammen,
    Ich komme bald in den Genuss, eine Fernsteuerung zu haben, die Flugphasen unterstützt, was ich auch gerne nützen möchte.
    Es stellt sich mir die Frage, wie sich die Erhöhung der Rotordrehzahl auf die Kreiselempfindlichkeit auswirkt.
    Meinem Verständnis nach kann/muss bei einer höheren Drehzahl eine geringere Empfindlichkeit eingestellt werden, da der Heli erstens stabiler ist und zweitens der HeRo mehr Schub hat und daher stärker korrigieren kann (regelungstechnisch wird das Stellglied stärker, daher geringerer P-Anteil des Reglers)

    Oder denke ich da falsch?
    Gruß
    Ralf
  • tasse
    Senior Member
    • 12.09.2011
    • 6061
    • Tassilo

    #2
    AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

    Zitat von Ralf Rösch Beitrag anzeigen
    Meinem Verständnis nach kann/muss bei einer höheren Drehzahl eine geringere Empfindlichkeit eingestellt werden,
    Da denkst du richtig. Allerdings ist das Erfliegen der korrekten Empfindlichkeit nix für Liftbusfahrer, weshalb die meisten Kreisel ohnehin falsch eingestellt sind. Nach dem Motto: schwingt sich nicht auf, hält bei allem was ich kann -> passt!

    Spricht auch nichts dagegen, solange man dem Heck nicht Sachen abverlangt, die es an die Grenze bringen.
    "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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    • Ralf Rösch
      Ralf Rösch

      #3
      AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

      Zitat von tasse Beitrag anzeigen
      Da denkst du richtig. Allerdings ist das Erfliegen der korrekten Empfindlichkeit nix für Liftbusfahrer, weshalb die meisten Kreisel ohnehin falsch eingestellt sind. Nach dem Motto: schwingt sich nicht auf, hält bei allem was ich kann -> passt!
      Danke erstmal
      Impliziert aber für mich die Frage, wie "erfliege" ich sonst einigermaßen die richtigen Einstellungen, wenn nicht über "Liftbusfahren"
      Gruß
      Ralf

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      • Markus1.0
        Markus1.0

        #4
        AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

        Zitat von tasse Beitrag anzeigen
        schwingt sich nicht auf, hält bei allem was ich kann -> passt!
        Ich stell über das Gestange im Normal Modus also nicht Head and Hold, einmal die Heckvorstellung ein, dass es sich nicht wegdreht

        Danach im Speedflug das Heck schnepfen und Empfindlichkeit anpassen, dass es nicht schwingt

        Sonst ist eh nichts mehr zu beachten, weil du das "falsch einstellen" extra angesprochen hast*

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        • Max M.
          Max M.

          #5
          AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

          Falsch einstellen bezieht sich wohl darauf , das es mehr Flugzustände gibt als Speed und Schweben.

          Rückwärts ,PitchPumps ,Loopings, Pirouetten Stopps etc. sind auch alle etwas besonderes für das heck , durch die Lastwechsel...

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          • Ralf Rösch
            Ralf Rösch

            #6
            AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

            ...das ist für mich jetzt nicht ganz klar.
            Eigentlich denke ich, dass eine Heckeinstellung, die mit allen Arten von Lastwechseln zurechtkommt (Flips etc.) auch mit Schweben und Rundflug zurechtkommen sollte.
            Oder Bezieht es sich auf die Art des Einstellens?

            Gruß
            Ralf

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            • tasse
              Senior Member
              • 12.09.2011
              • 6061
              • Tassilo

              #7
              AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

              Wie man ein Heck richtig einstellt ist immer gut geeignet einen Glaubenskrieg zu entfachen zwischen den "das war schon immer so!"- und "von Physik hast du noch nichts gehört?"-Fraktionen. Es kommt halt darauf an, wie man fliegt. Je härter man fliegt, desto interessanter wirds fürs Heck.

              Will man sich 100%ig auf sein Heck verlassen können, kommt man um ein paar Manöver nicht herum beim Einstellen. Und manchmal bekommt man es gar nicht hin. Ob man nun im Normalmodus das Heck zuerst einstellt oder nicht ist schon der erste Punkt an dem sich die Gelehrten entzweien. Das diese "Grundausrichtung" aber sowieso nur der kleinste Teil ist, kann man ja ausprobieren:
              Entweder
              a) Heckschiebehülse so stellen, dass der Heli im Normalmodus nicht dreht.
              oder aber
              b) einfach 2-4° Vorspur geben
              oder aber
              c) Schiebehülse in die Mitte.

              Dann wird richtig geflogen.
              1. Mit Vollpitch aus dem Stallturn und auf der Geraden das Heck gegen das Drehmoment drehen. Empfindlichkeit solange anpassen, bis das Heck bei diesem Manöver hält aber nicht wimmert
              2. Mit Vollpitch aus dem Stallturn und auf der Geraden anfangen zu pirouettieren. Die Pirouetten müssen gleichmäßig sein gegen und mit der Fahrtrichtung und gegen und mit dem Drehmoment.
              3. Rücken-Rückwärt-Hurricane im Uhrzeigersinn (wer sich traut mit Vollpitch!). Das Heck darf nicht umschlagen.
              4. Das Stoppverhalten prüfen. Das Heck sollte möglichst aus beiden Drehrichtungen möglichst hart, dabei aber mit möglichst wenig Geräuschen stoppen. Auf keinen Fall sollte es nachschlagen.

              1-3 betrifft P und I, Punkt 4 wenn P und I passen dann D.

              Kommt man bei den Punkten 1-3 nicht so richtig ans Ziel, lohnt es sich mit a) - c) zu experimentieren.

              Soweit zur Theorie.
              "Verdammt! Alle auÃ?er mir haben sich verirrt .... " (c) Indiana Jones

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              • 9flyer
                9flyer

                #8
                AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

                Ist es zwingend nowendig für jede Drehzahl eine andere Heckempfindlichkeit einzustellen?
                Ich fliege mit dem X50e derzeit im Bereich von 1700U/Min. und 2100U/Min., nutze das HC3SX und das Heck rastet definiert ein.

                Gruß

                David

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                • kloÃ?
                  Member
                  • 15.05.2012
                  • 683
                  • Horst
                  • Fliegerklub Flugzeugwerft Dresden e.V.

                  #9
                  AW: Zusammenhang Rotordrehzahl und Kreiselempfindlichkeit

                  Moin,

                  nein, ist nicht zwingend. Du musst die Empfindlichkeit dann für die hohe Drehzahl erfliegen und einstellen. Bei der niedrigen Drehzahl hast du dann eben nicht die optimale Leistung am Heck, weil die Empfindlichkeit eigentlich höher sein könnte. Halten wird es aber trotzdem, der Heckkreisel im HC3 kann schon was...

                  Grüße, Hagen
                  Der Modellflug ist der Amboss, auf dem die Speerspitze der Evolution geschmiedet wird

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