Klar Hennes, wir können gerne weiterdiskutieren

Also ich fliege generell Rigid ohne irgendwelche Elektronik, auch auf dem Video. Manchmal sogar leichte Balsablätter, wenn ich es hart mag
. Was zu sehen ist, ist reine Kreiselstabilität der Rotormasse. Mit einer Paddelstange könnte ich wesentlich härter rangehen, das stimmt. Bei einem großen Heli passiert es deshalb so schnell, weil der Rumpf beim Aufdutschen in einem viel viel längeren Zeitintervall schwingt. Der Rumpf wird unfreiwillig geneigt und damit auch die Taumelscheibe gegenüber dem Rotorkreis. Was macht der Rotor, er folgt natürlich sofort mit einer leichten Verzögerung. Wenn der Rumpf nicht schnell genug wieder in die Waagrechte kommt (was er bei den großen Massen eigentlich nie mehr kann) oder der Neigungswinkel, den der Pilot für die Taumelscheibe zur Verfügung hat, zu klein ist, ist ein Umkippen nicht mehr zu verhindern. Bei meinem kleinen T-Rex Video sieht man deutlich dieses schnelle Nachpendeln des Rumpfes. Nur ist er schneller wieder in der Horizontalen als der Rotor nennenswert reagiert hat. Bei einem ständigen Bremsen der Kufen schlägt der kleine Heli natürlich auch um. Gottseidank hüpfen die Kleinen lieber. Hinzu kommt noch, daß der Rumpf der Modelle wegen der starren Rotorköpfe und harten Blätter viel stärker von der stabilisierenden Schwungmasse des Rotors profitiert und generell nicht so leicht umzukippen ist. Deshalb brechen bei einer genügend hohen Drehzahl auch die Kufen.
Mein Video hast du übrigens gut beobachtet, hast auch das Auf- und Abwippen des Hecks gesehen

Ich bin kein Flybarless-Gegner, ich brauche nur die Elektronik nicht. Ich habe Spaß am Aussteuern und spüre gerne die äußeren Einflüsse. Und das geht sowas von gut !!!! Ehrlich gesagt, mache ich ja auch nichts anderes als die Elektronik, oder?
Falls du Lust hast, mal zu schauen:
Rigid-Rotorhead 2,4m whithout electronic-stabilisation - YouTube
Gruß
Bruno


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