Ihr kennt doch das Phänomen, wenn man ein Cabrio sieht, wo das Kunststoffdach geschlossen ist und sich das Dach auf der Autobahn richtig schön aufwölbt nach oben/aussen! Genau das selbe passiert hier auch, da das Blatt innen hohl ist. Beim Cabrio findet im Innenraum einen Druckausgleich statt, da es nicht 100% Dicht ist. Das Blatt ist zu 100% Dicht und würde bei den Belastungen beschädigt werden. Um dies zu verhindern wird am Ende des Blattes ein Loch eingebracht, dass es einen Druckausgleich gibt vom Inneren des Blattes nach Aussen.
Loch im Rotorblatt
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AW: Loch im Rotorblatt
Ihr kennt doch das Phänomen, wenn man ein Cabrio sieht, wo das Kunststoffdach geschlossen ist und sich das Dach auf der Autobahn richtig schön aufwölbt nach oben/aussen! Genau das selbe passiert hier auch, da das Blatt innen hohl ist. Beim Cabrio findet im Innenraum einen Druckausgleich statt, da es nicht 100% Dicht ist. Das Blatt ist zu 100% Dicht und würde bei den Belastungen beschädigt werden. Um dies zu verhindern wird am Ende des Blattes ein Loch eingebracht, dass es einen Druckausgleich gibt vom Inneren des Blattes nach Aussen.Lese euch später!
MFG Daniel
Jede Landung ist ein kontrollierter Absturz.
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Jörg
AW: Loch im Rotorblatt
Moin,
1. schenke ich jemandens Aussagen der seine Helis selber baut und auch noch verdammt gut damit fliegt VertrauenIch würde behaupten, dass die geringe Menge Luft in den Blättern nicht ausreicht um einen so großen Druck zu erreichen. Besonders nicht bei CFK Blättern.
Außerdem müssten Schaumgefüllte Blätter dies ebenfalls haben. Was ich bei meinen Aligns bislang nicht feststellen konnte.
2. solltest Du Dir dann auch mal ein Paar Rotorblätter gönnen als nur China Fächer zum Luft verwirbeln
3. hat 'die Schaumfüllung' genau diesen Zweck das zu verhindern: das Blatt bei Druckbelastung von innen oder außen zu stabilisieren. Zudem wird beim Laminieren das Material von innen an die Form gedrückt. Die 'Klebefläche' ist auf der gesamten Schaumoberfläche, somit kann sich hier nichts ausdehnen.
Ein hohles Blatt herzustellen ist sehr viel aufwändiger als eines mit 'Schaumfüllung'.
@Anfänger:
das ist, sorry, Dumfug.
Das Cabrio Dach bläht sich durch den Unterdruck an der Oberseite auf der durch den Fahrtwind entsteht.
Würd das bei einem Rotorblatt passieren dürfte sich der Rotor ja nur sehr sehr sehr langsam drehen
.
Aber: das Dach bläht sich nicht auf wenn das Auto geschlossen in der Sonne parkt, weil die Luft eben durch die Be- und Entlüftungen entweichen kann.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben.
Gruß
JörgZuletzt geändert von Gast; 20.06.2012, 10:13.
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AW: Loch im Rotorblatt
Wodurch entsteht der Unterdruck?
Der Entsteht dadurch, dass die Lufteilchen sich über dem Auto schneller bewegen müssen als unter dem Auto, da der Weg über dem Auto länger ist, als über die glatte Unterseite, um sich wieder am Ende des Autos zu treffen. Durch die schnellere Bewegung des Luftteilchens auf der Oberseite des Autos entsteht ein Unterdruck, siehe Bernoulli, dadurch wird das Dach angehoben. Wenn jetzt das Innere des Autos zu 100% Dicht wäre, würden sich die Fasern im Dach solange dehnen, bis sie reißen und das Dach aufplatzen würde. Genau das selbe wäre hier auch der Fall, wenn die Blätter 100% dicht wären. Solange 0° Pitch anliegt und keine zyklischen Aussteuerungen wäre es egal, aber sobald das Blatt angestellt wird, ändert sich der Anströmwinkel und dadurch auch die länge des Anstömweges auf der Ober- oder Unterseite. Da entstehen dann unterschiedliche Drücke und die müssen ausgeglichen werden, daher das Loch, da das Blatt hohl ist.Lese euch später!
MFG Daniel
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Jörg
AW: Loch im Rotorblatt
Moin,
naaaaaein
.
Was ist denn mit einem Hardtop? Das müsste dann ja auch reissen wenn das Auto dicht wäre?
Tut und täte es aber nicht tun...täten.... oder so.
Das Dach beult sich überhaupt erst aus weil das Auto undicht ist -> Motoradjacke. Gleicher Effekt.
Wäre ein Rotorblatt so 'weich' würde ich damit nicht fliegen wollen.
Aber der ßber- und Unterdruck der durch Temperaturschwankungen entsteht ist hier der entscheidende Faktor.
Gruß
Jörg
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AW: Loch im Rotorblatt
Das Harttop nimmt diese Kräfte auf, die bei der Herstellung mit eingerechnet worden sind.
Ja klar dehnt sich das Dach aus, da es undicht ist. Man kann sich das ganze auch vorstellen wie bei der Zerreißprüfung bei der Materialtestungen. Der Unterdruck zieht und zieht an dem Dach und will es nach aussen ziehen. Wenn der Innenraum undicht ist, lässt sich das Dach ohne Probleme ziehen, da sich kein Vakuum bilden kann. Wenn der Innenraum 100% dicht wäre würde sich ein Vakuum bilden, wenn der Unterdruck am Dach ziehen würde. Das ganze würde so lange gehen, bis das Vakuum nicht mehr erhöht werden kann, dann beginnen sich sie Fasern zu dehnen und dann reißen sie. Bei Carbon hat man halt das Problem, das sich da nichts so ausdehnen kann, da es so hart ist und spröde. Das Carbon würde gleich brechen, da es sich nicht so dehnt.
Im Flugzeugbau haben alle Flächen, die aerodynamisch belastet werden und keine Tanks beinhalten, die Tanks haben eine Be- und Entlüftung nach aussen, mehrere Löcher um einen Druckausgleich zwischen Aussen und Innen zu realisieren.
Bei der Temperatur hast du recht!
Zuletzt geändert von Anfänger; 20.06.2012, 10:42.Lese euch später!
MFG Daniel
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AW: Loch im Rotorblatt
Keine Ahnung... aber ich habe schon gesehen wie sich ein Matt Black aufgeblasen hat.. im Stand!
Heli war in der Sonne gestanden, Blätter sind heiß geworden und ich gehe mal davon aus, das sich die Luft in den Blättern ausgedehnt hat.
Nachdem der Heli im Schatten war, sahen die Blades wieder wie neu aus.
Ich denke mal, sowas sollen diese Bohrungen verhindern oder?Viele Grü�e
Darko
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AW: Loch im Rotorblatt
Hi,
die Quelle für die Druckausgleichsbohrung ist Petr Novotny. War zwar noch aus der Zeit der MS-composit-Blätter, aber nachdem der Aufbau der Torsion (beziehe mich hier auf den Holz-Holm / kein Schaum) nicht wirklich geändert hat, gehe ich bei den Torsion-Blades von der Luftausgleichbohrung aus.
Bei Blättern mit Schaumkern passiert das im Regelfalle nicht, wobei es 2 Einflussgrößen gibt: Kriegsentscheidend ist der Verbund des Gewebes mit dem Schaumkern (in Verbindung mit ausreichender Festigkeit des Schaums) und dann natürlich noch, ob der Schaum offenporig oder geschlossen porig ist.
Dass SAB anscheinend im Randbogen kleine Wuchbohrungen macht, die dann anscheinend mit etwas schwerem gefüllt werden, ist mir neu und auch eine valide Methode zum Feinwuchten. Danke für den Link.Zuletzt geändert von Albert; 20.06.2012, 11:08.Das Leben ist sehr gefährlich. Bis heute hat es keiner überlebt!!
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AW: Loch im Rotorblatt
1. kannst du nicht annehmen, dass jeder weiß, dass Albert eigene Helis bautZitat von Jörg Beitrag anzeigenschenke ich jemandens Aussagen der seine Helis selber baut und auch noch verdammt gut damit fliegt Vertrauen
2. Dass man eigenes Helis baut, zeugt von einem großem Verständnis.
NIEMALS aber darfst du das mit Unfehlbarkeit verwechseln!
Du verwechselst hier wieder etwas Entscheidendes: Ein Rotorblatt zu fliegen und festzustellen, dass das Blat xy sich besser fliegen lässt, schließt nicht darauf, dass man die Technik hinter dem Blatt versteht!Zitat von Jörg Beitrag anzeigensolltest Du Dir dann auch mal ein Paar Rotorblätter gönnen als nur China Fächer zum Luft verwirbeln
Wie du selbst schreibst: Es ist eine Schaumfüllung. Viel Stabilität kann man von ihr nicht erwarten.Zitat von Jörg Beitrag anzeigen3. hat 'die Schaumfüllung' genau diesen Zweck das zu verhindern: das Blatt bei Druckbelastung von innen oder außen zu stabilisieren. Zudem wird beim Laminieren das Material von innen an die Form gedrückt. Die 'Klebefläche' ist auf der gesamten Schaumoberfläche, somit kann sich hier nichts ausdehnen.
Indem ich einen Link zu einem renomiertem Artikel postete, in dem etwas Anderes geschrieben wurde als Albert behauptet, hatte ich durchaus das Recht seine Behauptung zu hinterfragen. Wenn ich mir seine Antwort durchlesen, gehe ich davon aus, dass wir beide, je nach Konstruktionsart des Blattes Recht hatten
Genau das passiert aber bei unseren Rotorblättern. Von oben wird Luft angesaugt, also entsteht dort ein Unterdruck.Zitat von Jörg Beitrag anzeigenDas Cabrio Dach bläht sich durch den Unterdruck an der Oberseite auf der durch den Fahrtwind entsteht.
Würd das bei einem Rotorblatt passieren dürfte sich der Rotor ja nur sehr sehr sehr langsam drehen .
Geh mal bei hoher Luftfeuchtigkeit fliegen (bitte nicht direkt nach einem Regenschauer). Du wirst feststellen, dass die Rotorblätter klamm werden, da sich aufgrund des Unterdrucks Kondenswasser gebildet hat. Glücklicherweise brechen unsere Blätter trotzdem nicht auseinander. (Nicht nach einem Regenschauer fliegen, da dies das Ergebnis verfälscht. Die Rotorblätter werden dann so oder so klamm, da sich winzige Wassertröpfchen in der Luft befinden können)
Eine kleine Anmerkung dazu: Es ist ein allgemeiner Missglaube, dass sich dieselben Luftteilchen, die sich an der Vorderkante getrennt haben, hinten wieder zusammen treffen.Zitat von Anfänger Beitrag anzeigenDer Entsteht dadurch, dass die Lufteilchen sich über dem Auto schneller bewegen müssen als unter dem Auto, da der Weg über dem Auto länger ist, als über die glatte Unterseite, um sich wieder am Ende des Autos zu treffen.
(Anm. in dem Video sieht man übrigens auch, dass sich direkt hinter dem Blatt ein Unterdruck bildet)
Du hast sicher Recht, dass sich die Luft in den Blättern ausgedehnt hat.Zitat von Darko Beitrag anzeigenHeli war in der Sonne gestanden, Blätter sind heiß geworden und ich gehe mal davon aus, das sich die Luft in den Blättern ausgedehnt hat.
Ich geh mal davon aus, dass es Sichtcarbon war. Ist es möglich, dass sich das Carbon stark erwärmt hat, ein Teil der Ausdehnung daher kam und dass sich das Harz leichter verbiegen lies? (Ich hab allerdings kP welches Harz die nehmen. Ist aber schonmal ne Vermutung)
Kannst du etwas näher auf den Aufbau der Torsions/MS Composit Blätter eingehen? Die Torsion ist für mich die Kraft, die das Blatt im Flug verbiegt(Nicht nach oben und unten verbiegt, sondern das Blatt "verdreht"). Meiner Meinung nach müsste diese Kraft aber bedeutend größer sein als ein eventuell entstehender ßberdruck in den Blättern. (Der Hauptgrund ist, dass Carbon so stabil ist. Wenn sich das Blatt, und damit verbunden die Luft in den Blätter durch die Torsion zusammengedrückt wird, müsste sich das Carbon stark verbiegen. Es gibt nen Video bei dem jemand ne Kamera auf dem Rotorkopf montiert. Solch starke Verbiegungen kann ich dort nicht erkennen[Bitte nicht mit den Verbiegungen direkt am Blatthalter verwechseln. Dort wird eine enorm starke Kraft, die das Blatt etwas durchbiegt. Aber ich geh mal stark davon aus, dass Vollcarbon verbaut ist] Hinzu kommt: Wenn diese Kraft so stark ist, dann wird sie auch nen bisschen Schaum zusammen drücken)Zitat von Albert Beitrag anzeigendie Quelle für die Druckausgleichsbohrung ist Petr Novotny. War zwar noch aus der Zeit der MS-composit-Blätter, aber nachdem der Aufbau der Torsion (beziehe mich hier auf den Holz-Holm / kein Schaum) nicht wirklich geändert hat, gehe ich bei den Torsion-Blades von der Luftausgleichbohrung aus.
Zuletzt geändert von LudwigX; 22.06.2012, 21:57.
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