ich wollte mal eben schnell noch meinen Schock nach dem Fliegen heute verarbeiten, indem ich ins Forum schreibe...
Ich habe vor ca. 10 Flügen Haupt- und Heckrotorwelle meines HK450GT mit einem Hauch Silikonöl geölt und war zuerst ziemlich angetan von den "gefühlten" Leichtlaufeigenschaften, nachdem ich das Ballistol fürs erste wieder in den Schrank gepackt hatte. Das Silikonöl ist ein 40er Stoßdämpferöl von Team Associated. So weit, so gut.
Heute nach ca. zwei Wochen Pause schnell zwei Akkus geladen, raus auf´s Feld, kurzer Check und los ging´s. Hat auch alles soweit ganz gut funktioniert, aber nachdem ich wieder gelandet war, wunderte ich mich über das Quitschen aus dem Heckgestängebereich. Also kurz den Kugelkopf rausgeclipst und siehe da: die ganze Mimik lässt sich von Hand kaum noch bewegen, verklemmt, quitscht und ist - tschuldigung für den Ausdruck, aber ich kann´s nur so nennen - furztrocken. Das arme Heckservo musste da Höchstleistungen erbringen!

Der leichte seitliche Druck des Umlenkhebels auf die Hülse lässt diese sich schon empfindlich verkeilen. Also schnell das abendliche Fliegen abgebrochen und ab in die Werkstatt. Auch die HRW ist total ausgetrocknet und mit einem feinen dunkelgrauen Staub (Abrieb?) überzogen.
Was ist das denn? Ist es möglich, dass sich das Silikonöl bei den hohen Drehzahlen durch die Fliehkraft von den Wellen löst und einfach wegfliegt?
Interessant auch die Anmerkung meines Bruders (Maschinenbauer) vor kurzem: Silikonöl sei ein "Trennmittel", KEIN Schmiermittel, und würde Verschleiß sogar eher noch verstärken. Stimmt das so?
Kann jemand meine Erfahrungen mit dem Silikonöl bestätigen? War meines vielleicht einfach zu dünnflüssig?
Ich probier´s jetzt erstmal mit einem Hightech-Nano-Kettenöl für Fahrräder, ziemlich dünnflüssig, sollte jedoch eigentlich trotzdem nicht abschleudern (an so einem Zahnkranz herrschen ja auch ziemlich hohe Fliehkräfte). Werde beizeiten berichten.
LG, Markus




Das war jetzt genau das Richtige vor dem Schlafengehen... Gute Nacht! 

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