Vielleicht noch als Ergänzung zu meiner ganzen Erklärung.
In dieser ging es erst mal darum warum die Schlagbewegung bzw. das Maximum der Schlagbewegung der Rotorblätter 90 Grad phasenverschoben auftritt. Wie steuert das jetzt also letztendlich den Hubschrauber.
Man darf sich den Rotor bzw. nicht die Blätter als einzelne Objekte die jeweils für sich Auftrieb erzeugen vorstellen.
Man sollte sich den Rotor lieber als eine große "luftdurchlässige Scheibe" vorstellen die Luft von oben ansaugt und nach unten ausstößt und so eine Auftriebskraft senkrecht nach zu ihr erzeugt. Im Schwebeflug geht der Schubvektor also genau senkrecht in Richtung Himmel. Wenn du den Rotor jetzt zyklisch ansteuerst, nehmen wir wieder Nick als Beispiel hat die Schlagbewegung ihr Maximum genau über dem Heckrotor hat und ihr Minimum genau über der Haube. Wenn man sich jetzt daran denkt das sich der Rotor ja wahnsinnig schnell dreht dann erkennt man das die Kreisscheibe leicht nach vorne geneigt ist. Da der Schubvektor ja senkrecht auf dieser steht bekommt er einen kleinen Anteil in waagerechter Ebene. Der Heli wird nach vorne beschleunigt.
Daran sieht man jetzt auch warum der Heli leicht durchsackt bei Steuerbewegungen wenn man nicht den Pitch korrigiert. Dann bleibt der Schubvektor gleich groß bzw. lang. Er ist genau so lang bzw. groß das er die Schwerkraft des Helis ausgleicht. Wird der Vektor jetzt geneigt wird der Anteil der senkrecht in den Himmel zeigt und damit die Schwerkraft ausgleicht kleiner zugunsten des Anteils in waagerechter Richtung. Die Schwerkraft wird nichtmehr vollkommen ausgeglichen und der Heli sackt ab.
Gruß Kevin

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