Schallpegelmessung - Wie ?

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  • Bee
    Bee

    #16
    Schallpegelmessung - Wie ?

    Hi zusammen,

    @dauerheckrohr: So etwas in der Richtung hab' ich vermutet. Aber ist das wirklich sinnvoll? Immerhin ist dB ein logarithmisches Mass. 6 dB mehr entsprechen einer Verdopplung der Lautstärke. Dann erscheint es wenig klug, den Mittelwert dadurch zu bilden, dass man einfach durch 2 teilt. ?(

    Gruss
    Micha

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    • pikay
      pikay

      #17
      Schallpegelmessung - Wie ?

      @Wolfgang (Dauerheckrohr):
      Wenn ich lese "bei stärkerem Wind..." dann denk ich mir Böses.
      Ihr dürft natürlich nie ohne Windschutz messen! Schon der "Rotorwind" verfälscht da gewaltig das Messergebnis. Aber im Ernst. Bei Nahfeldmessungen sind Wind usw. vorerst mal nicht so gravierend. Gut, bei Windstärke 8 siehts anders aus ...

      Viel wichtiger ist da die Bodenbeschaffenheit! Wenn man zb. 1m über dem Boden misst, "erwischt" man natürlich auch die vom Boden reflektierten Schallwellen. Je glatter und fester der Boden ist, desto mehr wird reflektiert. Diese Reflektionen können locker +3dB(A) oder mehr ausmachen. Es gibt natürlich auch frequenz- und phasenbedingte Auslöschungen (sprich Reduzierung des Schalls). Bei unseren Motoren und Getrieben mit Ihren "diffusen" Frequenzgemisch ist das aber eher vernachlässigbar.

      @Bee (Micha):
      Die Addition der dB-Messwerte und deren arithmetische Mittelwertbildung ist durchaus "üblich" und wird in der Akustik aus so angewendet. Das mit den 6dB stimmt natürlich.

      Fazit 1: Will man den Betriebs-Lärm messen den unsere Helis so produzieren, kann man nicht nur von einer Messungn ausgehen, da die Schallabstrahlung nicht "überall" am Heli gleich ist. Misst man aber nur "einmal" muß die Messprozedur genau festgehalten werden und für alle zu messenden Modelle gleich sein. Aber! Nicht alle Helis sind gleich. Was macht man wenn ein Trainer mit normalen Reso gemessen wird, aber der nächste Heli ein ein Rumpfheli ist bei dem die Abgase "unten" rausführt sind?
      Eine "Rundummessung" ist nötig ....

      Fazit 2: Will man den Stör-Lärm ermitteln den ein Heli verursacht, ist man gut beraten den lautesten Messwert heranzuziehen, damit es bei "Nachbar-Problemen" kein böses Erwachen gibt.

      Fazit 3: Bei trotzdem auftretenden "Problemen" ist eine Immissionsmessung zwingend und wird auch zb. bei Gerichtsverfahren als Beweismittel herangezogen. Macht zb. ein Nachbar "ßrger" werdet ihr sicher nicht am Platz messen, sondern an dessen Haus. Also die Immission. Die derzeit gültigen Grenzwerte stehen übrigens in dem o.g. Excel-Sheet (Im RCN-Beitrag ist auch der Link dazu genannt)

      Fazit 4: Eine wissenschaftlich stichhaltige Messung unser Helis ist eigentlich nur unter Laborbedingungen möglich. Für uns ist es daher wichtiger, reprodzierbare(&#33 Ergebnisse zu erhalten die jederzeit nachgewiesen und mit anderen verglichen werden können.


      Viel Spaß beim messen.
      Peter

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      • Dieter F. Heinlin
        Dieter F. Heinlin

        #18
        Schallpegelmessung - Wie ?

        Hallo Peter,
        hast Du schon "Messungen" direkt bei einem "nächstgelegen Schallempfänger" -> Anwohner vorgenommen?

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        • pikay
          pikay

          #19
          Schallpegelmessung - Wie ?

          Hallo Dieter,

          ja habe ich. Da ich auf meiner Wiese nur ca. 350m vom nächsten Haus weg bin, musste ich das wegen der Bewohner. Ich kenne die Besitzer zwar persönlich und die haben nix gegen meine Fliegerei, konnte jedoch damit zusätzlich "beruhigend" auf Sie einwirken. Danach ist auch das Excel-Sheet entstanden. Die Berechnung darin stimmt im übrigen sehr genau mit (meiner) Messungen überein.

          Meine BO hat ca. 78dB(A) (schwebend in 1m Höhe). Bei 350m dann rechnerisch "nur" noch ca. 44dB(A). Gemessen hatte ich -besser mein Sohn, ich bin ja "geflogen"- direkt auf deren Terrasse knapp 42dB(A), allerdings bei etwas Wind und zudem hat das betroffene Haus eine hohe, dichte Hecke drumrum. Subjektiv hat man den fliegenden Heli übrigens nur bei genauem Zuhören bemerkt ...

          Nochwas. Ich habe schon von einem Fall in Bayern gehört, wo eine Platzgenehmigung nach der Sportstättenverordnung und durch eine Immissionsmessung (unterstützt durch das ExcelSheet) von vorher 84dB(A) auf 100dB(A) erweitert wurde. Das ist doch was! Oder?

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