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Das Problem der meisten anderen Hubschrauber ist auch, dass dir bei jeglichen Kunstflugversuchen entweder der Rotor abreißt (zwei Rotorblätter), potentiell die Rotorblätter in den Rest des Hubschraubers einschlagen (artikulierter Rotor) oder der Rotorkopf selbst schwer beschädigt wird und am Ende ausfallen kann (diverse andere Hubschrauber). Gelobt sei der gute alte Bölkow-Kopf!
Ist das bei den heutigen modernen Heli auch noch so? Ich dachte immer das da von der Stabilität mehr drin ist.
Ich habe mal vor einiger Zeit irgendwo ein Video gesehen wo ein angeblich sehr bekannte Heilpilot (ich kannte ihn nicht und kann mich leider auch nicht an den Namen erinnern) einen Looping fliegt und leider etwas zu tief rauskommt und das Teil erdet. Er war glücklicherweise nicht schwer verletzt. In einem Interview sagte er zu der Sache das er nicht mit einberechnet hat das er sich auf über 2000 m über Null befindet und in der Höhenluft der Heli zu wenig Leistung hätte. Eine zweite Aussage von ihm ist mir aber ganz stark im Kopf hängen geblieben: Es gibt nur 2 Arten von Hubschrauberpiloten. Die einen haben ihren Absturz schon hinter sich, die anderen.....
Ist das bei den heutigen modernen Heli auch noch so? Ich dachte immer das da von der Stabilität mehr drin ist.
Das hat nicht allzu viel mit Stabilität zu tun, sondern eher damit, wie Rotoren funktionieren.
Rotoren mit zwei Blättern bringen dich generell um, wenn du auch nur daran denkst unter +1G zu gehen, da diese frei pendelnd auf dem Mast befestigt sind und ihre Steuerkraft daher nehmen, dass konstant die Erdbeschleunigung am Hubschrauber zieht. Nimm dem Rotor diese Vertikalbeschleunigung, er kann keine Steuerkraft mehr aufbringen, kommt in kontakt mit dem Mast, durchtrennt diesen, Feierabend.
Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten (hauptsächlich unbeabsichtigte, z.B. durch Hydraulikausfall) Loopings mit Zweiblattrotoren überlebt, das halte ich aber für wesentlich mehr Glück als Verstand.
Artikulierte Rotoren Haben ein definiertes Schlaggelenk, d.h. ein Gelenk, um welches das Rotorblatt nach oben und unten rotieren kann. Gibst du hier die G-Last auf und versuchst, Manöver mit großen zyklischen Ausschlägen zu fliegen, die den Hubschrauber z.B. auf den Rücken drehen, reduziert sich dein erbringbares Mastmoment ebenfalls erheblich, je nach Schlaggelenksabstand zum Rotormittelpunkt auf etwa 30% des Mastmomentes, das du bei +1G erbringen kannst.
Als Resultat bekommst du extremes Blattschlagen, sehr wahrscheinlich droop stop pounding (droop stops sind prinzipiell Stopper unter dem Rotorblatt, die am Boden verhindern, dass das Blatt im Schlaggelenk einfach nach unten abkippt) und als Resultat daraus, kombiniert mit der reduzierten Steuerkraft, recht schnell einen Einschlag der Blätter in die Zelle/Heck/Dich.
Ein Looping/eine Rolle mit gehaltener positiver G-Last und artikuliertem Rotor kann durchaus funktionieren, gute Beispiele: AH-64 Apache, SA 341 Gazelle, CH-53 Stallion, Hughes 500.
Rigide Rotoren haben die ganzen oben genannten Probleme nicht.
Du kannst prinzipiell alles mit einer BO105 machen (die größte Limitierung ist das Hauptgetriebe, das vom Hersteller für 7 Sekunden bei -1G freigegeben ist, sowie die Kraftstoffzufuhr zur Turbine), mir wäre kein Fall bekannt wo einer BO die Blätter irgendwo eingeschlagen wären.
BK117 und EC 145 besitzen prinzipiell den gleichen Rotor wie die BO, sodass diese rein vom Rotor her auch Rollen und Loops fliegen können, macht nur keiner da dir die Blätter in die Vertikalen Stabilisatorplatten einschlagen können. Die haben genau deswegen auch einen weichen Punkt, falls doch mal ein Blatt runter kommt, dann fehlt ein Stück vom Stabilisator, die Blätter überleben es aber. Kam schon vor.
Mit einem EC 135 kannst du auch Rollen und Loopings fliegen, der lagerlose Rotor ist dafür prinzipiell genauso gut geeignet wie der der BO, ich würde hier nur tunlichst auf Drehzahl, Collective und Mastmoment achten, die Hub Flanges (Flansche an die der Flexbeam der Blätter geschraubt wird) entwickeln nämlich gerne Risse wenn man unter 96% NR die Controls anfasst (ebenfalls der Grund, warum die Bundeswehr Autorotationen zum Boden mit dem EC 135 untersagt).
Westland Lynx ist ebenfalls in der Lage aus dem Stand zu Flippen, Loops und Rollen zu machen und negative G zu fliegen ohne an Steuerbarkeit zu verlieren, sein Rotor ist auch komplett rigide. Nur wäre ich etwas vorsichtig die niedrigen G zu lange zu halten, da der Rotor sehr knapp über Zelle/Heckausleger dreht.
Jonas
OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO
Das hat nicht allzu viel mit Stabilität zu tun, sondern eher damit, wie Rotoren funktionieren.
Rotoren mit zwei Blättern bringen dich generell um, wenn du auch nur daran denkst unter +1G zu gehen, da diese frei pendelnd auf dem Mast befestigt sind und ihre Steuerkraft daher nehmen, dass konstant die Erdbeschleunigung am Hubschrauber zieht. Nimm dem Rotor diese Vertikalbeschleunigung, er kann keine Steuerkraft mehr aufbringen, kommt in kontakt mit dem Mast, durchtrennt diesen, Feierabend.
Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten (hauptsächlich unbeabsichtigte, z.B. durch Hydraulikausfall) Loopings mit Zweiblattrotoren überlebt, das halte ich aber für wesentlich mehr Glück als Verstand.
Artikulierte Rotoren Haben ein definiertes Schlaggelenk, d.h. ein Gelenk, um welches das Rotorblatt nach oben und unten rotieren kann. Gibst du hier die G-Last auf und versuchst, Manöver mit großen zyklischen Ausschlägen zu fliegen, die den Hubschrauber z.B. auf den Rücken drehen, reduziert sich dein erbringbares Mastmoment ebenfalls erheblich, je nach Schlaggelenksabstand zum Rotormittelpunkt auf etwa 30% des Mastmomentes, das du bei +1G erbringen kannst.
Als Resultat bekommst du extremes Blattschlagen, sehr wahrscheinlich droop stop pounding (droop stops sind prinzipiell Stopper unter dem Rotorblatt, die am Boden verhindern, dass das Blatt im Schlaggelenk einfach nach unten abkippt) und als Resultat daraus, kombiniert mit der reduzierten Steuerkraft, recht schnell einen Einschlag der Blätter in die Zelle/Heck/Dich.
Ein Looping/eine Rolle mit gehaltener positiver G-Last und artikuliertem Rotor kann durchaus funktionieren, gute Beispiele: AH-64 Apache, SA 341 Gazelle, CH-53 Stallion, Hughes 500.
Rigide Rotoren haben die ganzen oben genannten Probleme nicht.
Du kannst prinzipiell alles mit einer BO105 machen (die größte Limitierung ist das Hauptgetriebe, das vom Hersteller für 7 Sekunden bei -1G freigegeben ist, sowie die Kraftstoffzufuhr zur Turbine), mir wäre kein Fall bekannt wo einer BO die Blätter irgendwo eingeschlagen wären.
BK117 und EC 145 besitzen prinzipiell den gleichen Rotor wie die BO, sodass diese rein vom Rotor her auch Rollen und Loops fliegen können, macht nur keiner da dir die Blätter in die Vertikalen Stabilisatorplatten einschlagen können. Die haben genau deswegen auch einen weichen Punkt, falls doch mal ein Blatt runter kommt, dann fehlt ein Stück vom Stabilisator, die Blätter überleben es aber. Kam schon vor.
Mit einem EC 135 kannst du auch Rollen und Loopings fliegen, der lagerlose Rotor ist dafür prinzipiell genauso gut geeignet wie der der BO, ich würde hier nur tunlichst auf Drehzahl, Collective und Mastmoment achten, die Hub Flanges (Flansche an die der Flexbeam der Blätter geschraubt wird) entwickeln nämlich gerne Risse wenn man unter 96% NR die Controls anfasst (ebenfalls der Grund, warum die Bundeswehr Autorotationen zum Boden mit dem EC 135 untersagt).
Westland Lynx ist ebenfalls in der Lage aus dem Stand zu Flippen, Loops und Rollen zu machen und negative G zu fliegen ohne an Steuerbarkeit zu verlieren, sein Rotor ist auch komplett rigide. Nur wäre ich etwas vorsichtig die niedrigen G zu lange zu halten, da der Rotor sehr knapp über Zelle/Heckausleger dreht.
Hallo Johnny
Ebenfalls danke für die interessanten Erklärungen. Wie ist es bei der EC-120? Filmli der spanischen Patrulla Aspa lassen erahnen, dass die auch Loops fliegen. Oder lässt man sich da täuschen?
Grüsse, Thomas
Wie ist es bei der EC-120? Filmli der spanischen Patrulla Aspa lassen erahnen, dass die auch Loops fliegen. Oder lässt man sich da täuschen?
Morgen thzi,
da hast Du völlig recht. Ich habe selber Live gesehen, wie die EC-120 einen Loop geflogen hat. Ich habe davon sogar ein Video gemacht und war selbst sehr verwundert. Aber scheinbar funktioniert das.
Beste Grüße
Micha
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